Das Grüne Waldprogramm: Ein offensives Wald-Maßnahmenaket

Pirklhuber/Lechner-Sonnek: Wir erwarten konkrete Umsetzungsschritte in Richtung ländlicher Entwicklung

Wien (OTS) - "Das Schützen und das Nutzen des Waldes sind als politische Ziele für die Grünen gleichrangig. Ökologie und Ökonomie sind gerade im Wald natürlich verbunden", erklären Wolfgang Pirklhuber, Land- und Forstwirtschaftssprecher der Grünen und Ingrid Lechner-Sonnek, Klubobfrau der Grünen Steiermark anläßlich der heutigen Präsentation des Grünen Waldprogrammes im Nationalpark Gesäuse in der Obersteiermark.

"Eine zentrale Grüne Forderung ist eine effiziente zielorientierte Verwendung der forstlichen Förderungen innerhalb des Programmes für die ländliche Entwicklung, das sich derzeit in Ausarbeitung befindet. Forstliche Förderungen sind in allen drei Schwerpunktachsen der ländlichen Entwicklung vorgesehen, im Bereich der Investitionen, der Bildung, des Umwelt-Manangments und der Diversifizierung", erläutern Pirklhuber und Lechner-Sonnek.

"Die Grünen haben sich bisher aktiv am österreichischen Walddialog, der vom BMLFUW eingerichtet wurde, beteiligt und zahlreiche konkrete Vorschläge unterbreitet. Nunmehr legen wir ein intergratives Gesamtkonzept für die Neuausrichtung der österreichischen Forst- und Waldpoliltik vor, das Grüne Antworten zu einzelnen Themen wie Naturschutz, Nachhaltige Waldwirtschaft, Energie aus Biomasse, Tourismus, Jagd, Forschung und Ausbildung bis hin zur Ausrichtung der österreichischen Bundesforste AG gibt", informiert Pirklhuber.

"Den jüngsten österreichischen Nationalpark als Präsentationsort haben wir gewählt, um die Bedeutung des Waldes für Tourismus, regionale Wirtschaft und Naturschutz zu unterstreichen", erklärt Lechner-Sonnek. Darüberhinaus besteht gerade für die Steiermark als Waldland Nummer 1 in Österreich eine große Chance von einer nachhaltigen multifunktionalen Nutzung des Waldes vermehrt zu profitieren, so die Grün-Abgeordnete.

Die Grünen fordern unter anderem die Grundsätze einer naturnahen Waldbewirtschaftung in einem Kodex der "guten forstfachlichen Praxis" nach einfachen und überprüfbaren Kriterien festzulegen und danach die künftigen Förderungen auszurichten.

Im Forderungspaket der Grünen sind der Verzicht auf Klärschlamm- und Pestizid-Ausbringung im Wald ebenso enthalten wie das Verbot des Einsatzes der Gentechnik im Forst. Durch Vertragsnaturschutz und Vernetzung der Naturwaldreservate sollen Wald-Biotope nachhaltig geschützt und ausgebaut werden. Dienstleistungsverträge mit den WaldbewirtschafterInnen sollen im Bereich der Naherholung und des Freizeitsports, vom Reiten im Wald bis zum Mountainbiken für einen entsprechenden Ausgleich für Bewirtschaftungserschwernisse und Waldbeeinträchtigungen beitragen.

"Im Hinblick auf unsere internationale Verantwortung für den Wald fordern wir konkrete Maßnahmen gegen den illegalen Holzeinschlag, der weltweit zur Zerstörung der Wälder, Verschärfung des Klimawandels und Vernichtung von Lebensraum führt", so Pirklhuber und Lechner-Sonnek.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004