VP-Salcher: Kabarett ist nicht Theater

Vindobona-Finanzierung verzerrt den Wettbewerb

Wien (VP-Klub) - Diesen Standpunkt vertritt der Kultursprecher der ÖVP Wien, LAbg. Andreas Salcher, aber nicht er allein: "Es gab eine Vereinbarung zwischen allen Parteien, dass in Wien Kabarett nicht gefördert wird. Es ist ein hochsensibler Bereich, in dem noch viel stärker als beim Theater, der Vorwurf parteipolitischer Einflussnahme gemacht werden kann."

Außerdem sieht Salcher für die Kabaretts zusätzliche Einnahmemöglichkeiten, die den Theatern und Freien Gruppen nicht offen stehen: Gastronomiebetriebe, Merchandising und Vermietungen. Bestätigt sieht er sich in dieser Annahme durch das vom Vindobona vorgelegte Sanierungskonzept, in dem der Gastro- und Shopbereich eine wesentliche Rolle spielt. Das Argument der Vindobona-Betreiber, die Nichtberücksichtigung der Kabarettszene im Rahmen der Theaterreform verzerre den Wettbewerb, kann Salcher daher nicht gelten lassen.

Salcher sieht in der Ablehnung der Subvention durch die Opposition auch keinen Widerspruch zur prinzipiellen Zusage, dass auch bei Kabarettbühnen die Sanierung durch die Stadt unterstützt wird: "Es handelt sich nicht um eine Basissanierung eines Hauses, wenn auf drei Bühnen erweitert, die Anzahl der Sitzplätze mehr als verdoppelt und die Nutzfläche ziemlich genau verdoppelt wird; Dafür kann es keine öffentlichen Gelder aus dem Kulturbudget geben."

Die ÖVP Wien wehrt sich dagegen, einem Anbieter in einem relativ begrenzten Bereich einen deutlichen Vorteil vor allen Mitanbietern zu geben. "Wir bleiben bei unseren grundsätzlichen Vorbehalten bezüglich der Subventionierung des Kabaretts. Wenn Stadtrat Mailath-Pokorny in diesem Punkt seine Meinung ändert, sollte er die Opposition und die Szenen davon informieren - aber bei Sonderregelungen für einzelne Betreiber machen wir sicher nicht mit", schließt Salcher.

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