Darabos zu Zivildienst: Neun Monate sind besser als 12 Monate

SPÖ zeigt Lösungskompetenz und betreibt keine Fundamentalopposition

Wien (SK) Die SPÖ hoffe noch immer, dass sich die ÖVP im Ausschuss von sechs Monaten Zivildienst überzeugen lässt, denn es müsse zu einer Gleichstellung von Präsenz- und Zivildienern kommen. "Sollte die ÖVP nicht mitziehen, ist das enttäuschend, aber wir sagen: Neun Monate Zivildienst sind besser als zwölf Monate. Das ist eine akzeptable Kompromissvariante", so SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos Donnerstag in einer Stellungnahme gegenüber dem ORF-"Mittagsjournal". Die SPÖ beweise sowohl beim Thema Zivildienst als auch beim neuen Asylrecht Führungs- und Lösungskompetenz und betreibe keine Fundamentalopposition. ****

Ein Entgegenkommen seitens der Regierung sieht Darabos beim Verpflegungsgeld, das erhöht wird, und in der Entscheidung, dass es keinen Zivildienst für Frauen und EWR-BürgerInnen geben wird. Die Kürzung des Urlaubs für Zivildiener von zwei auf eineinhalb Wochen wolle man verhindern.

Darabos betonte, dass die SPÖ bei den Themen Zivildienst und Asylrecht - zwei sehr sensible Bereiche - gezeigt habe, dass sie Lösungs- und Führungskompetenz besitze. "Uns geht es um politische Lösungen; wir betreiben keine Anbiederung an die Regierung und keine Fundamentalopposition, sondern suchen auch über Parteigrenzen hinweg Lösungen."

Die Zurufe des BZÖ sind für Darabos "vernachlässigbar", da das BZÖ keine politische Größe sei. Sehr wohl ernst nehme er aber Kritik aus der SPÖ; "diese lässt mich nicht kalt", so Darabos, der aber hinzufügte, dass ihm wohl niemand vorwerfen könne, eine 'rechte, restriktive Position' zu vertreten. "Ich habe versucht, eine pragmatische Position zu vertreten", so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. (Schluss) cs

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009