Leichtfried/Weninger: Niederösterreich soll dem "Netzwerk Regionen - für gentechnikfreie Regionen in Europa" beitreten

Langfristiges Ziel: Niederösterreich soll gentechnikfrei sein

St. Pölten, (SPI) - Dem NÖ Landtag liegt in der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause am heutigen Donnerstag das "Gentechnikvorsorgegesetz" zur Beschlussfassung vor. "Dieses Gesetz ist ein guter erster Schritt, aber eben nur ein Schritt. Niederösterreich muss auch in Zukunft alles daran setzen, um sich als gentechnikfreie Region positionieren zu können", signalisiert der Landwirtschaftssprecher der SPNÖ, LAbg. Mag. Günter Leichtfried, Zustimmung zum Gesetzesentwurf, fordert aber gleichzeitig weiterreichende Maßnahmen. "Die SPNÖ fordert daher in einem Resolutionsantrag den Beitritt Niederösterreichs zum ‚Netzwerk Regionen’ - eine Initiative für gentechnikfreie Regionen in Europa. In der Argumentation gegenüber der EU hat sich das ‚Netzwerk Regionen’ als wirksames Sprachrohr entwickelt und wird auch im Dialog mit der Kommission anerkannt. Niederösterreich sollte daher dringend dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und dem Netzwerk beitreten! So können wir vereint mit anderen Regionen dem gemeinsamen Ziel, nämlich der Erklärung der jeweiligen Region zur gentechnikfreien Zone, näher kommen", erläutert der Klubobmann der SPNÖ, LAbg. Hannes Weninger.****

Das zu beschließende Gentechnikvorsorgegesetz des Landes schränkt zwar die Auspflanzung von gentechnisch veränderten Organismen ein, der Erlassung eines landesweiten Verbotes steht derzeit die Rechtslage der EU entgegen. "Gentechnikfreiheit ist eines der wesentlichsten Anliegen der heimischen KonsumentInnen und der Landwirtschaft! Niederösterreich muss daher alle Möglichkeiten ausschöpfen, um weitestgehende Gentechnikfreiheit zu gewährleisten -aus Gründen des Umwelt- und Konsumentenschutzes - und vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Niederösterreich hat schließlich einen ausgezeichneten Ruf als Produzent biologischer Nahrungsmittel, der weit über die Grenzen Österreichs hinausreicht und damit für die Produkte der Niederösterreichischen Landwirtschaft hervorragende Chancen eröffnet", so Leichtfried abschließend.
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