VP-Salcher: Stadt Wien finanziert Kulturangebot der AK Wien mit Mitteln des Kulturbudgets

Das Volkstheater wird den Wienern immer teurer

Wien (VP-Klub) - "Seit 1999 stieg die Subvention der Stadt Wien
für das Volkstheater um stolze 27%, das sind immerhin 1,9 Mio. Euro und niemand redet darüber", stellt der Kultursprecher der ÖVP Wien, LAbg. Andreas Salcher, etwas verwundert fest. Für die Saison 2004/2005 erhielt das Theater 7,29 Mio. Euro.

Das Theater geriet durch den stillen Rückzug der AK Wien aus dem Projekt "Theater in den Bezirken" finanziell ins Trudeln. Im Jahr 2001 stoppte die AK ihre Subventionen und die Stadt sprang ein und finanziert seither zu 100% ein Angebot, das auf Wunsch der AK eingerichtet wurde.

"Die AK profitierte davon, dass es keinen Vertrag gab, der die Kooperation und vor allem den Ausstieg eines der Partner regelte -und die Stadt Wien blieb im Regen stehen", ärgert sich Salcher. Der Rechnungshof empfahl bereits 1997 der "Unsicherheit über die Höhe des jeweiligen Kostenbeitrages der AK Wien" besonderes Augenmerk zu widmen. Passiert ist nichts. Der Ausstieg der AK wäre nach Salcher zumindest der geeignete Zeitpunkt gewesen, das Konzept des "Theater in den Bezirken" neu zu überdenken.

Besonders ärgerlich findet Salcher, dass die höhere Subventionierung durch die Stadt nicht zu einer verbesserten finanziellen Lage des Volkstheaters führte, sondern nur dazu diente, Löcher in einem Sonderbudget zu stopfen. Die Subvention für das Volkstheater im Haupthaus am Weghuberpark stieg seit 1999 nämlich nur um 6%. "Mehr Geld, um einem Theater, das sich immer um Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit bemühte, mehr Spielraum zu geben, fände auch bei der Opposition Zustimmung, aber eine versteckte Subventionierung des AK-Kulturangebotes sicher nicht", resümiert Salcher. Er fordert, dass das "Theater in den Bezirken" grundsätzlich neu überdacht wird und die finanzielle Situation des Volkstheater einen Platz in der politischen Diskussion findet.

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