Im Wohnbau dem Kyoto-Ziel wieder einen Schritt näher

Landeswohnbauförderung reagiert auf gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungen

Bregenz (VLK) - "Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes, Energieverbrauch, Verkehr sowie altersgerechtes, barrierefreies Bauen - das sind für den Wohnbau die bestimmenden Themen der nächsten Jahre." Das sagte Landesrat Manfred Rein heute, Donnerstag, im Landhaus zur künftigen Weiterentwicklung der Förderungsrichtlinien.

Durch bessere Gebäudehüllen soll der Heizwärmebedarf und damit der Treibhausgas-Ausstoß weiter herabgesetzt werden. Ziel ist eine Reduktion des jährlichen Heizwärmebedarfes auf 35 kWh/m2 Nutzfläche bis 2010. Rein: "Gegenüber der heutigen Bauweise bedeutet dies eine Einsparung von zwei Liter Öl oder zwei Kubikmeter Erdgas pro Quadratmeter Nutzfläche. Beim heutigen Ölpreis wären das 40 Prozent weniger Heizkosten im Jahr. Damit kommt der Wohnbau in Vorarlberg dem Kyoto-Ziel wieder einen Schritt näher."

Auch in der Althaussanierung wird die Gewichtung in der Gebäudehülle, Heizung und Warmwasseraufbereitung liegen. Reine Innensanierungen sollen nur noch gefördert werden, wenn sie zur Verbesserung der Gebäudehülle beitragen. Zu den anerkannten Sanierungsmaßnahmen zählen daher künftig die Fassade, die Fenster, das Dach, die unterste Geschossdecke, die Heizung und die Warmwasseraufbereitung.

Für eine älter werdende Gesellschaft muss altersgerecht gebaut werden. Die gemeinnützigen Bauträger errichten nur noch barrierefreie Wohnungen und auch die Privaten sollen im Zuge der Förderungsrichtlinien verstärkt dazu motiviert werden. Barrierefreies Bauen soll auf jeden Fall für die so genannten Investorenwohnungen Bedingung sein. Angestrebt wird laut Rein, dass bis 2015 in Vorarlberg 10.000 barrierefreie Wohnungen zur Verfügung stehen.

Auch die Wohnbeihilfe wird weiter verbessert. So soll eine Anhebung des anrechenbaren Wohnungsaufwandes vor allem einkommensschwächeren Haushalten mehr Geld bringen. Die Wohnbeihilfe sei aber kein Ersatz für fehlende Unterhaltszahlungen und trage nicht zur Benachteiligung von Frauen bei, betonte LR Rein einmal mehr.

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