12 % Windstrom auch in Österreich möglich

Studie beweist weltweites Potenzial; in Österreich sind geeignete politische Rahmenbedingungen überfällig

Wien (OTS) - Die heute weltweit präsentierte Studie "Windforce 12" bestätigt das große Potenzial der Windkraft weltweit, das mit 12% des Stromverbrauchs bis 2020 abgeschätzt wird. Auch in Österreich decken 435 Windkraftanlagen mit 622MW Leistung schon 2% des Gesamtstrombedarfs bzw. den Strombedarf von 10% aller Haushalte. Ein Ausbau auf 12% des Gesamtstrombedarfs ist auch in Österreich machbar. Notwendig sind dazu aber kontinuierliche politische Rahmenbedingungen, die in Österreich derzeit leider fehlen. Die IG Windkraft fordert daher Wirtschaftminister Bartenstein und Umweltminister Pröll auf, dringend die seit Jänner ausstehende Nachfolgeregelung der Einspeisetarifverordnung zu erlassen. Außerdem muss die Errichtungsfrist nicht nur bei Biomasse und Wasserkraft, sondern auch bei Windkraft verlängert werden.

Mag. Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft: "Die heute präsentierte Studie Windforce 12 unterstreicht die weltweite Bedeutung der Windkraft und das enorme Wachstumspotenzial. Leider geht in Österreich für Projekte, die nicht vor Jahresende 2004 genehmigt worden sind, gar nichts mehr. Wirtschaftsminister Bartenstein lässt schon seit Jahresbeginn bei der Nachfolgeregelung der ausgelaufenen Einspeisetarife-Verordnung auf sich warten, obwohl dies zwingend durch das Ökostromgesetz vorgegeben wird."
Die jüngste Ungleichbehandlung bei der Verlängerung der Errichtungsfristen beweist neuerdings die Schlechterbehandlung der Windenergie durch das Wirtschaftsministerium. Durch die Beibehaltung der äußerst knappen Errichtungsfrist für Anlagen, die letztes Jahr genehmigt wurden, sind etwa 50 Windkraftanlagen mit ca. 100MW Leistung gefährdet und damit auch ca. 30Mio. Investitionen, die direkt heimischen Bau- und Elektrofirmen zugute kommen würden.

Eine Erreichung von 12% Windstrom in Österreich ist bis zum Jahr 2015 möglich. Nötig sind dafür etwas mehr als doppelt so viele Windräder wie heute, wenn man die derzeit größte verfügbare Leistungsklasse von 3MW verwendet.

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