Förderung alpiner Schutzhütten: Hoscher erfreut über einstimmigen Beschluss

Kritik an "unerträglichem Demokratiedefizit" der Regierungsfraktionen

Wien (SK) "Die Arbeit der alpinen Vereine ist besonders wesentlich für die heimische Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Es ist erfreulich, dass im heutigen Wirtschaftsausschuss einstimmig beschlossen wurde, dass es ein mehrjähriges Programm für den alpinen Raum geben wird", erklärte SPÖ-Tourismus- und Freizeitwirtschaftssprecher Dietmar Hoscher Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Hoscher forderte Wirtschaftsminister Bartenstein auf, "einen konkreten Förderplan in dieses Programm einzubeziehen, damit die Arbeit der Vereine langfristig abgesichert werden kann". Scharfe Kritik übte der SPÖ-Abgeordnete "am langsam unerträglich werdenden Demokratiedefizit" im Ausschuss. Der von Regierung und einer äußerst konstruktiven Opposition heute einstimmig beschlossene Schutzhütten-Antrag wurde von ÖVP und Freiheitlichen erst am 9. Juni 2005 eingebracht - "vergleichbare Anträge der SPÖ wie jener zur Alpenkonvention werden seit Jahren von einer Sitzung zur nächsten vertagt". ****

Begründet werde dieses Verhalten mit der scheinheiligen Begründung, dass die entsprechenden Anträge "so interessant sind und deshalb einen langen Diskussionsprozess brauchen. Wie lange werden die Regierungsfraktionen wohl brauchen, diesen Diskussionsprozess zu beenden?", fragte Hoscher. Der Schutzhütten-Antrag beweise freilich, "wer im Wirtschaftsausschuss fundamentalistisch unterwegs war und wer konstruktiv".

Der "Wandertourismus" erwirtschafte jährlich rund eine Mrd. Euro, was Steuereinnahmen von mindestens 150 Mio. Euro bedeute. In diesem Sinne seien vier Mio. Euro für alpine Vereine eine "mehr als gerechtfertigte Zukunftsinvestition", unterstrich Hoscher. Die Förderungen sollten "wertgesichert und auf zehn Jahre fix zugesagt werden", forderte der SPÖ-Abgeordnete. In den alpinen Vereinen seien in erster Linie ehrenamtliche MitarbeiterInnen tätig, die jährlich 200.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden erbrächten, was "nicht hoch genug geschätzt werden kann", schloss Hoscher. (Schluss) ps/mp

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