Stadlbauer zu Rauch-Kallat: Wann betätigen Sie endlich den Schalter "Frauenministerin"?

Die Aussagen von Prokops Gatten sind nicht mit Privatsache abzutun

Wien (SK) "Frauenbeschäftigung, Wiedereinstieg,
Kinderbetreuung - überall hapert es, und Rauch-Kallat findet nur Ausflüchte und fragwürdige Lösungsansätze; eine Mogelpackung von 15 Mio. und ein Frauenschalter pro AMS als Arbeitsmarkt-Programm: das kann doch nicht alles gewesen sein!", kritisierte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Es stellt sich schon die Frage, wann betätigt Rauch-Kallat endlich den Schalter auf dem 'Frauenministerin' steht und setzt sich für die Belange der Frauen ein", so Stadlbauer. ****

Die von Bartenstein zugesagten 15 Millionen für Qualifizierungskurse könne man bestenfalls als "Portokasse" bezeichnen. "Aber damit nicht genug, sind diese Gelder nicht als zusätzliche Finanzmittel zu verstehen, sondern sollen durch Umschichtung finanziert werden - sprich: andere AMS-Frauenmittel werden massiv gekürzt", betonte Stadlbauer. Außerdem kritisierte die SPÖ-Abgeordnete, dass "das Interesse an einer breiten Zusammenarbeit offenbar nicht gegeben war". So ist die SPÖ-Frauen- und Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek - trotz anderslautender Beteuerungen von Seiten des Ministeriums - nicht eingeladen gewesen.

Gunnar Prokop - Uups, he did it again!

Leider sei man den mangelnden Einsatz für Fraueninteressen von Seiten Rauch-Kallats inzwischen gewöhnt. "Trotzdem hätte ich mir von einer Frauenministerin gewünscht, dass sie zu den Aussagen Prokops Stellung bezieht. So lächerlich dieser sich auch als angealterter Beziehungsfrusti geriert; Rauch-Kallat macht es sich zu einfach, wenn sie das Problem Gunnar Prokop - laut "News" "Macho der Ministerin" - einfach mit 'Privatsache' abtut."

Anbei die jüngsten Aussagen des Gatten der Innenministerin im "News". Gunnar Prokop ist im Interview mit folgenden Aussagen vertreten: "Ich glaube an die symbolische Aussage, dass Frauen an den Herd und ins Bett gehören."; oder: "Es ist gegen die Natur, dass Männer in Karenz gehen."; oder: "Das ist genau das Problem unserer Gesellschaft. Die Frauen übernehmen heute zunehmend Rollen, die von der Natur so nicht vorgesehen sind."; Und: "Frauen müssen darauf schauen, dass sie uns Männern gefallen. Das ist allein schon für die Fortpflanzung wichtig." (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0003