GdG-Oberhauser: ÄrztInnen nicht zu Asyl-Hardlinern machen

Versagen der Politik nicht auf MedizinerInnen abschieben

Wien (ÖGB) - "Und bist du nicht willig, dann gebrauch ich den Arzt', so scheint es nach der Einigung zwischen Regierung und SPÖ im so genannten Asyl-Kompromiss zu laufen", protestiert die Vorsitzende des Personalgruppenausschusses ÄrztInnen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Dr. Sabine Oberhauser, gegen das nun zwischen Regierung und der Oppositionspartei SPÖ im stillen Kämmerlein vereinbarte neue Asylgesetz. Oberhauser: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ÄrztInnen sich für eine Zwangsernährung als Ersatz für politisches Versagen hergeben."++++

"Zwangsernährung ist kein Mittel der Demokratie und verletzt das Menschenrecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Abgeordnete einer derartigen Gesetzesvorlage zustimmen können und ÄrztInnen zu Menschenrechtsverletzungen verpflichten wollen", warnt Oberhauser, die auch Vorsitzende der Sozialdemokratischen ÄrztInnen im BSA ist. Oberhauser: "Alle Abgeordneten sind aufgerufen, gegen dieses Gesetz zu stimmen."(ff)

ÖGB, 30. Juni
2005
Nr. 422

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