Niederwieser zu Schulpaket: Nach wie vor stark verbesserbar

SPÖ-Anträge für Impulsprogramm, Betreuungsangebot unabhängig von Mindestzahl 15

Wien (SK) "Nach wie vor stark verbesserbar" ist für SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser das heute, Mittwoch im Unterrichtsausschuss behandelte Schulpaket. "Es wäre falsch zu sagen, dass rund 10.000 zusätzliche Plätze für Nachmittagsbetreuung gar nichts wären. In vielen Detailfragen stecken allerdings zahlreiche Ungereimtheiten", so Niederwieser Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Außerdem sei der bundesgesetzliche Rahmen und vor allem der finanzielle Anreiz für Gemeinden und Städte sehr bescheiden, beanstandet der SPÖ-Bildungssprecher. ****

Die SPÖ hat im heutigen Unterrichtsausschuss zu dieser Mängelliste Entschließungsanträge eingebracht, so Niederwieser. "Wir verlangen ein Impulsprogramm für finanzschwache Gemeinden, ohne diesem wird es bei Sandkastenspielen bleiben", befürchtet Niederwieser. Weitere zentrale SPÖ-Forderung sei, "dass Nachmittagsbetreuung auch dann sichergestellt sein muss, wenn sich weniger als 15 SchülerInnen dafür melden", verlangt Niederwieser. Das Angebot müsse durch soziale Staffelung der Elternbeiträge erschwinglich sein, um sicherzustellen, dass Kinder aus einkommensschwachen Familien die ganztägigen Angebote in Anspruch nehmen können. Außerdem bedürfe es der Festlegung pädagogischer Standards, damit Nachmittagsbetreuung nicht nur Betreuung ist, sondern auch dem Anspruch eines schulischen Qualitätsgewinns gerecht wird, so Niederwieser weiter.

Die SPÖ habe bereits vor zweieinhalb Jahren den Startschuss für den Ausbau ganztägiger Schulen gegeben, ein umfassendes Konzept samt Finanzierungsschlüssel präsentiert und die Plattform mit der Homepage www.ganztagsschule.at initiiert. Die Regierung ziehe erst jetzt halbherzig nach, kritisiert Niederwieser.

Zu den geplanten Änderungen bei der Berufsreifeprüfung gebe es noch Verhandlungen mit den Regierungsparteien, abgelehnt werde seitens der SPÖ die derzeit geplante Verbürokratisierung, so Niederwieser, der abschließend darauf Wert legt, "dass die Berufsreifeprüfung 1997 auf Druck von SPÖ, AK und ÖGB von Ministerin Gehrer umgesetzt wurde und keine neue schwarz-blau-orange Erfindung ist". (Schluss) cs/mp

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