Brosz zu Schulpaket: Gehrer verweigert Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung

Bestehende Einrichtungen werden krass benachteiligt

Wien (OTS) - "Im heutigen Unterrichtsausschuss zeigt sich erneut, was Bildungsministerin Gehrer plant:
Nachmittagsbetreuungseinrichtungen sollen Aufbewahrungsstätten werden. Den Eltern wird jegliche Sicherheit durch gesetzlichen Anspruch verwehrt", kritisiert Dieter Brosz, Bildungssprecher der Grünen. "Nur ein Rechtsanspruch garantiert die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie", so Brosz weiter. Die Grünen werden daher erneut einen gesetzlichen Anspruch auf Nachmittagsbetreuung einfordern.

Der Umstand, dass eine Betreuung nur dann angeboten wird, wenn mindestens 15 SchülerInnen für eine Gruppe zusammenkommen, benachteilige vor allem ländliche Regionen. Die erforderliche Gruppengröße komme in ländlichen Gebieten mit längeren Anfahrtszeiten viel schwerer zustande. Verwunderlich sei daher, dass gerade die ÖVP, die sich immer für ländliche Gebiete stark macht, die Nachmittagsbetreuung an eine Gruppengröße binden möchte. Besonders verwundert zeigt sich Brosz außerdem darüber, dass Gemeinden für bestehende Einrichtungen keine Mittel aus den zusätzlichen 8 Mio. Euro erhalten sollen. "Das ist eine krasse Benachteiligung. Es ist zu befürchten, dass es dadurch zu vorübergehenden Schließungen und Neueröffnungen kommen wird. Den Gemeinden wird aufgrund der finanziell angespannten Situation nichts anderes übrig bleiben", so Brosz abschließend.

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