Luancek: Schüssel muss endlich dogmatische Haltung bei Lesben- und Schwulengleichstellung aufgeben

Kanada beweist: Gleichstellung von Lesben und Schwulen nicht mehr aufzuhalten

Wien (OTS) - "Die rechtliche Gleichstellung von Lesben und
Schwulen ist nicht mehr aufzuhalten," begrüßt Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen und selbst lesbisch, den Beschluß des kanadischen Unterhauses über die Einführung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare.

"Das Argument von Ministerpräsident Paul Martin, ein Land mit vielen Minderheiten dürfe auch sexuellen Minderheiten die gleichen Rechte nicht verweigern, sollte auch Bundeskanzler Schüssel zu denken geben," fordert Lunacek vom österreichischen VP- und Regierungschef "ein Abgehen von seiner dogmatischen Haltung". Es gehe bei der Gleichstellung von Lesben und Schwulen nämlich um Menschenrechte und nicht um das Punkten im politischen Umfeld, wie Schüssel am VP-Parteitag vor kurzem erklärte, kritisiert Lunacek. "Auch gleichgeschlechtlich liebende Menschen leben in Lebensgemeinschaften und Familien, manche haben sogar Kinder," betont Lunacek den Nachholbedarf für gesetzliche Regelungen in Österreich, das in diesem Zusammenhang immer noch Schlußlicht in Europa sei.

"Es muß endlich Schluß mit den gesetzlichen Diskriminierungen sein," fordert Lunacek. Die Grünen schlagen daher eine Regelung für lesbische, schwule und heterosexulle Lebensgemeinschaften in Form des Zivilpaktes 'Zip' vor und fordern gleichzeitig die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule (inkl. Ehe-Reform). Entsprechende Gesetzesvorschläge befinden sich in Vorbereitung, so Lunacek.

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