Fuhrmann: Finanzielle Aufwertung der Berufsreifeprüfung

Stärkung der Schulpartnerschaft im Unterrichtsausschuss

Wien, 29. Juni 2005 (ÖVP-PK) Der Unterrichtsausschuss berät heute, Mittwoch, insbesondere das Bundesgesetz über die Berufsreifeprüfung. "Qualitätskriterien sollen die internationale Akzeptanz der Berufsreifeprüfung sicherstellen. Zugleich sollen Verbesserungen im Zugang zur Berufsreifeprüfung für Absolventen von Meister- und Befähigungsprüfungen geschaffen werden", so Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP. Weiters werden Personen, die die Berufsreife im 2. Bildungsweg erlangen, eine verstärkte finanzielle Unterstützung erhalten. "Grundsätzlich sollte jeder junge Mensch - unabhängig davon, ob die Berufsreife im 1. oder 2. Bildungsweg erreicht wird - die gleiche finanzielle Unterstützung erhalten", fordert Fuhrmann. ****

Derzeit bereiten sich etwa 8000 Personen auf die Berufsreife-prüfung vor. Da ein großer Anteil der Absolventen nach Absolvierung der Berufsreifeprüfung eine akademische Ausbildung anschließt, erhöht sich zusätzlich die Akademikerquote: 1247 Personen studieren nach der Berufsreife- bzw. Studienberechtigungsprüfung an einer Fachhochschule (das entspricht 5,5 Prozent aller FH-Studierenden) und 6384 haben danach begonnen an einer Universität zu studieren (3,2 Prozent aller Studierenden). "Besser ausgebildete Menschen verbessern das Qualifikationsniveau der Beschäftigten und stellt der Wirtschaft Maturanten mit Berufserfahrung zur Verfügung", sagte Fuhrmann.

Die österreichischen Schulen werden zunehmend autonomer und selbständiger und das bedeutet, dass die Schulpartner mehr Einfluss auf Entscheidungen haben werden. "Nachdem die SPÖ bereits zwei Mal die Verhaltensvereinbarungen abgelehnt hat, haben wir eine neue Diskussion darüber gefordert", betonte die Bundesobfrau der Jungen ÖVP. In der Sitzung des Unterrichtsausschusses wurde ein Entschließungsantrag eingebracht, der die Verhaltensvereinbarungen aufgreift und die Gleichberechtigung der Schulpartner sicherstellen wird. "Diese können bis jetzt noch immer mit einfacher Mehrheit im SGA beschlossen werden. Das bedeutet, dass eine Gruppe - oft die Schüler - vollkommen überstimmt werden kann. Nur eine Mehrheit in jeder Kurie garantiert, dass alle Schulpartner mitentscheiden können."

Wie Fuhrmann abschließend betonte, sei heute ein "erster Schritt für eine moderne Vereinbarungskultur" gesetzt worden, in dem die Lehrer, Eltern und Schüler in gleichem Maße die Schule mitgestalten können.

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