VP-Salcher: SP stimmt im Gemeinderat mit Grünen gegen University of Excellence

Verwirrung oder politische Richtungsänderung bei SPÖ und Bürgermeister Häupl?

Wien (VP-Klub) - "Das von Bürgermeister Häupl ursprünglich unterstützte Projekt eines Center for Excellence erlitt gestern im Gemeinderat eine bemerkenswerte Niederlage: Seine eigene Fraktion stimmt gemeinsam mit den Grünen offensichtlich gegen ihn", wundert sich der Wissenschaftssprecher der ÖVP Wien, LAbg. Andreas Salcher. Die positive Haltung des Bürgermeisters zur Gründung einer University of Excellence mit Sitz in Wien ist allgemein bekannt. Häupl bekannte sich noch im Dezember des Vorjahres dazu, Spitzenforschung in Wien unterstützen zu wollen und bezeichnete die Idee einer University of Excellence von Univ. Prof. Anton Zeilinger wörtlich als "großartig". Ihm schloss sich auch sein Kollege Planungsstadtrat Schicker an, der versicherte, die Stadt Wien unterstütze Zeilingers Projekt vorbehaltlos.

Umso mehr überrascht der radikale Meinungsumschwung innerhalb der SP-Fraktion, der dazu führte, dass einem Antrag der Grünen gegen die Errichtung einer Eliteuniversität zugestimmt wurde. Noch im Dezember 2004 hatte Bürgermeister Häupl in einer Antragsbeantwortung der ÖVP sehr positiv reagiert. "Es stellt sich die Frage, ob sich die Linken in der SPÖ durchgesetzt haben und es einen echten Richtungswechsel in dieser so wichtigen Frage gibt, oder ob das Ganze nur ein Versehen nach einer langen Sitzungsnacht war. Es ist hoch an der Zeit, dass der Bürgermeister seine Haltung und die der SPÖ klarstellt", wünscht sich Salcher.

Die ÖVP Wien setzt sich seit Jahren für die gezielte Förderung von Hochbegabten ein, um einem kleinen Land wie Österreich Chancen im internationalen Wettrennen um qualifizierte Wissenschaftler zu erhalten. So gelang es mit Unterstützung des damaligen Stadtschulratspräsidenten Dr. Kurt Scholz die Sir-Karl-Popper-Schule, die erste derartige Einrichtung für hochbegabte Schüler, in Österreich zu realisieren. Diese ist mittlerweile eine der drei führenden Hochbegabtenschulen in ganz Europa.

"Es ist nur konsequent, den eingeschlagenen Weg, junge Menschen zu fördern, weiterzugehen und Zeilingers University of Excellence voll zu unterstützen", fordert Salcher. Er selbst steht zu dem Grundsatz, dass jeder entsprechend seiner Begabung optimal gefördert werden sollte und das gelte auf Grund des Gleichheitsgrundsatzes auch für Hochbegabte.

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