Wehsely: Gemeinderat fordert Eingetragene PartnerInnenschaft

Regenbogenparade ist ein stolzes Zeichen für die Lebens- und Liebesfreude in unserer Stadt

Wien (OTS) - "Die Regenbogenparade ist ein stolzes Zeichen für die Lebens- und Liebesfreude in unserer Stadt. Die Stadt Wien unterstützt die Anliegen der Regenbogenparade und tritt für eine Eingetragene PartnerInnenschaft ein. Wir brauchen echte Gleichstellung von LesBiSchwulen und Transgender-Personen. Was die Stadt Wien in ihrem Wirkungsbereich für ihre LesBiSchwulen und transgender BewohnerInnen und MitarbeiterInnen erreichen konnte, wurde in den letzten Jahren umgesetzt. Symbolpolitik und Konzepte aus der Mottenkiste wie die Hamburger Ehe kommen einer Verhöhnung homosexueller Paare gleich", erklärte Stadträtin Sonja Wehsely am Mittwoch bei einer Pressekonferenz mit HOSI Wien-Obmann Christian Högl und anderen. Die Regenbogenparade sei der richtige Ort, um lautstark Gleichstellung von der Bundesregierung zu fordern. "Seit 6. April 2005 liegt ein beschlussfähiger Gesetzesentwurf für eine Eingetragene PartnerInnenschaft dem Parlament vor. Aber die Bundesregierung setzt ihre Diskriminierungspolitik gegen LesBiSchwule und Transgender-Personen unbeirrt fort." ****

In der gestrigen Sitzung des Wiener Gemeinderats wurde daher folgender Antrag seitens der SPÖ-Fraktion eingebracht und angenommen:
"Der Wiener Gemeinderat fordert den Nationalrat und Bundesrat der Republik Österreich auf, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften im österreichischen Recht gleichzustellen. Es soll die Möglichkeit einer 'Eingetragenen Partnerschaft' geschaffen werden. Schwule und lesbische Opfer des NS-Regimes sind nach dem Opferschutzgesetz als Opfer anzuerkennen.

Der Wiener Gemeinderat fordert den Nationalrat und Bundesrat der Republik Österreich auf, ein Antidiskriminierungsgesetz zu beschließen, das für Homo-, Bisexuelle und Transgender-Personen und alle anderen diskriminierten Gruppen wirksam vor Diskriminierungen in allen Lebensbereichen schützt. Das Wiener Antidiskriminierungsgesetz kann dazu als Vorbild dienen, das vor rassistischer Benachteiligung ebenso schützt wie vor Diskriminierung auf Grund des Alters, der sexuellen Orientierung, der Religion und der Weltanschauung."

Aus Anlass der Regenbogenparade wird heuer erstmals das Wiener Rathaus mit einer Regenbogenfahne beflaggt. Am Freitag hissen Stadträtin Wehsely, HOSI Wien-Obmann Christian Högl und die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt) die Flagge beim Eingang in der Lichtenfelsgasse.

Wie jedes Jahr nimmt die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen (WASt) auch heuer an der Regenbogenparade mit einem eigenen Wagen teil. Der WASt geht es alljährlich bei ihrer Teilnahme an der Parade um Thematisierung und Enttabuisierung. Titel des diesjährigen Wagens: "Wiener Mahnmal für homosexuelle und transgender NS-Opfer". Damit erinnert die WASt im Gedenkjahr 2005 an die cirka 100.000 Menschen, die vom NS-Staat wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Identität inhaftiert wurden.

Konkret stellt der Wagen ein steinernes Mahnmal dar, welches den rosa Winkel und den schwarzen Winkel trägt. "Mit unserem symbolischen Mahnmal gedenken wir auch und gerade auf der lauten und bunten Regenbogenparade der vielen schwulen, lesbischen uns transgender Opfer des NS-Terrors. Und wir stellen bildlich dar, dass die Stadt Wien die Idee der Regenbogenparade aufgreift und ein eigenes Mahnmal für diese Opfergruppe auf dem Morzinplatz errichtet", so Angela Schwarz und Wolfgang Wilhelm von der WASt. (Schluss) me

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