Rossmann: "Schulpaket endlich auf dem Weg"

Berufsreifeprüfung soll kostenlos sein

Wien, 2005-29-06 (fpd) - "Endlich auf dem Weg", so kommentierte heute die Bildungssprecherin des Freiheitlichen Parlamentsklubs Mares Rossmann die anstehenden Beschlussfassungen zum Schulrechtspaket I im Unterrichtsausschuss.****

Besonders erfreulich sei die Entscheidung, die Berufsreifeprüfung in Zukunft möglichst kostenlos anzubieten, so Rossmann. "Vielen ist der Besuch einer Allgemeinbildenden Höheren Schule und der Abschluss der Matura aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Die Berufsreifeprüfung hat sich hier in der Vergangenheit als ausgezeichnete und viel frequentierte Bildungschance etabliert", sagte die freiheitliche Bildungssprecherin. Der Zugang zu einer universitären Ausbildung oder zu einem Fachhochschulbesuch biete neue Bildungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten, die es zu fördern gelte, erklärte Rossmann. "Eine kostenlose Berufsreifeprüfung wird die Ungerechtigkeit gegenüber jenen beenden, die eine übliche Schullaufbahn bis zur Matura durchlaufen", sagte die Bildungssprecherin.

Mit Verhaltensvereinbarungen werde den Schulpartnern ermöglicht, gemeinsam Regeln für ein positives Miteinander festzulegen. Dabei sei die Einbindung aller Schulpartner sicherzustellen. "Gleichzeitig ist es notwendig, für die Lehrerinnen und Lehrer, die die Erziehungsaufgaben vor Ort übernehmen sollen, Erziehungsmittel zu vereinbaren, damit sie den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden können", erklärte Rossmann. "Darüber hinaus ist auch deshalb eine engere Zusammenarbeit aller Schulpartner notwendig, da der Schule immer mehr Erziehungsaufgaben - wie etwa der Ausbau der flächendeckenden Tagesbetreuung - übertragen werden".

Im Schulpaket werde weiters die Verpflichtung für Lehrer, an Fort-und Weiterbildungsangeboten teilzunehmen, zusätzlich zum Dienstrecht der Lehrer nun auch im Schulunterrichtsgesetz verankert. "Bei der Weiterbildung soll insbesondere auf schulautonome Schwerpunktsetzungen und die Profilbildung der jeweiligen Schule in inhaltlicher und methodisch-didaktischer Weise Rücksicht genommen werden", erklärte die Bildungssprecherin.

Ein weiterer wichtiger Reformschritt sei auch die Einführung der 5-Tage-Woche in der Grundschule und der Sekundarstufe 1, mit der die Schulen den gesellschaftlichen Veränderungen und den immer flexibleren Arbeitszeiten der Eltern Rechnung tragen.

Besondere Bedeutung komme auch der Tagesbetreuung zu, die bedarfsgerecht unter Wahrung der Wahlfreiheit der Eltern ausgebaut werden soll. "Besonders zu begrüßen ist auch die Einbindung von Sportvereinen in die Nachmittagsbetreuung, wie sie Staatssekretär Schweitzer schon lange gefordert hat", sagte Rossmann. Auch der Zugang zur Tagesbetreuung solle hinkünftig erleichtert werden. "Es wird eine Informationspflicht der Schule gegenüber den Eltern über die Möglichkeit der Tagesbetreuung bzw. eine verpflichtende Bedarfserhebung geben und ab einer Gruppengröße von 15 Schülerinnen und Schülern wird eine bedarfsgerechte Tagesbetreuung angeboten werden", sagte Rossmann abschließend. (Schluß)

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