AMON FÜR KOSTENLOSEN ZUGANG ZUR BERUFSREIFEPRÜFUNG

Entschließungsantrag betreffend Kosten der Berufsreifeprüfung

Wien (ÖVP-PK) - Der Besuch einer allgemeinbildenden oder berufsbildenden höheren Schule sowie die Absolvierung der Reifeprüfung ist aus verschiedenen Gründen nicht jedem möglich. Um das Versäumte nachholen zu können, hat sich in den vergangenen Jahren die Berufsreifeprüfung als eine ausgezeichnete und beliebte Bildungschance erwiesen. Durch die Einführung der Berufsreifeprüfung konnte in allen Bildungsbereichen Durchlässigkeit sichergestellt werden. Um die Jugendlichen weiterhin für Lehrlingsberufe begeistern zu können, wäre es ein wichtiges Signal, diese Möglichkeit auch vermehrt darzustellen und zudem die finanziellen Hürden zu beseitigen. Das sagte heute, Mittwoch, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon, Vorsitzender im Unterrichtsausschuss anlässlich des heutigen Unterrichtsausschusses, der das Schulpaket 2005 zum Thema hat. ****

Im Gegensatz zu den Schülerinnen und Schülern, die eine durchgängige schulische Laufbahn bis zur Reifeprüfung aufweisen, müssen die Kandidaten und Kandidatinnen der Berufsreifeprüfung die nicht unbeträchtlichen Kosten dafür selbst bezahlen. Das bedeutet für viele eine große finanzielle Belastung und auch eine Ungerechtigkeit gegenüber jenen, die eine übliche Schullaufbahn bis zur Reifeprüfung durchlaufen.

In einem heute eingebrachten ÖVP-BZÖ-Entschließungsantrag wird daher die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur ersucht, in Zusammenarbeit mit dem Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit sowie den Ländern und den Erwachsenenbildungseinrichtungen gemeinsam attraktive Fördermodelle für die Absolvierung der Berufsreifeprüfung zu erarbeiten und einen kostenlosen Zugang zur Berufsreifeprüfung anzustreben bzw. finanzielle Hürden zu beseitigen.

"Mit der Berufsreifeprüfung wurde eine Lücke zwischen der Lehre, den Fachhochschulen und den Unis geschlossen. Diese Durchlässigkeit des Bildungssystems eröffnet den Absolventen und Absolventinnen des dualen Systems (mit Lehrabschlussprüfung), von mindestens dreijährigen mittleren Schulen, von Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege oder von Schulen für den medizinisch-technischen Fachdienst neue Berufschancen, neue Bildungsmöglichkeiten und beruflichen Aufstieg", so Amon. Derzeit bereiten sich 8.000 Lehrlinge auf die Berufsreifeprüfung vor. 1242 Personen, die nach der Lehre diese Prüfung gemacht haben, studieren an den Fachhochschulen - das sind 5,3 Prozent aller Fachhochschulstudenten. 46 Personen, die die Berufsreifeprüfung absolviert haben, können bereits einen Abschluss an einer Universität oder Fachhochschule vorweisen.
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