SP-Hundstorfer: Vereinbarung zwischen Bund und Wien sichert Funktion des AKH als medizinisches Zentrum Österreichs

Wien (SPW-K) - "Die Stadt Wien hat mit der mit dem Bund
getroffenen Vereinbarung gezeigt, dass sie zur Absicherung der umfassenden medizinischen Leistungspalette sowie des Wissenschaftsstandortes Allgemeines Krankenhaus (AKH) bereit ist, einen hohen Betrag zu investieren", erklärte Mittwoch SP-Abgeordneter Rudolf Hundstorfer in seinem Debattenbeitrag in der Aktuellen Stunde des Wiener Landtages zu diesem Thema. Mit der nun getroffene Entscheidung sei auch ein langer, oftmals auch von Emotionen gekennzeichneter Verhandlungsweg zu Ende gegangen. Für die Wienerinnen und werde damit ein Höchstmaß an medizinischer Versorgung aufrecht erhalten. "Der gemeinsame Wille und die Vernunft haben letztendlich zum Wohle der PatientInnen gesiegt" betonte Hudstorfer.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen gab der Abgeordnete einen anschaulichen Überblick über die vom AKH erbrachten umfangreichen Leistungen. So führt das AKH die meisten Organtransplantationen von allen Spitälern in Österreich durch, die meisten Geburten erfolgen in diesem Spital, wie ebenso zwei Drittel der Medizinstudenten in Österreich im AKH ausgebildet wurden und werden. Insgesamt sind 9000 Menschen im AKH beschäftigt, davon 1500 MedizinerInnen, 1,3 Millionen PatientInnen haben im vergangenen Jahr die 61 allgemeinen und die rund 300 Spezialambulanzen aufgesucht, 2004 wurden 673.000 Verpflegungstage verzeichnet. Diese Leistungen, so Hundstorfer, habe der Bund jahrelang in gewisser Weise negiert und nicht mit der notwendigen Sorgfalt betrachtet, erst das Urteil des von Wien angerufenen Verfassungsgerichtshofes, das jederzeit eine Exekution der Stadt gegenüber dem Bund ermöglicht hätte, habe zu einem Umdenken bei der Bundesregierung geführt.

Mit der nun getroffenen Vereinbarung sei, so Hundstorfer weiter, werde dem AKH bis 2015 ein Betrag in der Höhe von 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, wovon der Bund 780 Millionen und die Stadt Wien 435 Millionen Euro übernehmen. "Damit sind die endgültige Fertigstellung des AKH wie ebenso die notwendigen Investitionen in modernste medizinische Geräte, aber auch der klinische Mehraufwand gesichert, können die hervorragenden medizinischen Standards aufrecht erhalten werden", hob Hundstorfer hervor. "Wir alle können über das positive Ende einer langen Geschichte froh sein, eine Geschichte, die die Stadt zwar nicht unbedingt so wollte, wie sie ebenso nicht beabsichtigte, aus dem Urteil des Höchstgerichts politisches Kleingeld zu schlagen. Dazu ist das AKH viel zu wichtig", stellte Hundsdorfer abschließend fest. (Schluss)

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