Pollirer: "Umsatzplus, starker Export - Wachstumsbranchen machen ihrem Namen alle Ehre"

2004 überraschend positiv verlaufen: Umsatz im Schnitt + 7,4 %, Exportquote 9,2 % - Auftragslage auch im 1. Halbjahr 2005 gut - Unternehmen wollen Personalstand erhöhen

Wien (PWK508) - "Die wirtschaftsnahen Dienstleistungssektoren in
der Bundessparte Information und Consulting wie Unternehmensberatung/Informationstechnologie, Versicherungsmakler oder Telekommunikation machen ihrem Namen als Wachstumsbranchen alle Ehre" - so fasst Bundesspartenobmann Hans-Jürgen Pollirer die erfreulichen Ergebnisse der Konjunkturerhebung 2004 zusammen. Die Erhebung basiert auf Daten von rund 2.000 Betrieben mit etwa 14.500 Beschäftigten und wurde von der "KMU Forschung Austria" durchgeführt. "Mit einem Umsatzwachstum von 7,4 Prozent im Österreichschnitt, einem Exportanteil von 9,2 Prozent des Umsatzes sowie einer Investitionsquote von 9,5 Prozent ist das Jahr 2004 außerordentlich positiv verlaufen." Damit bestätige sich - wenn auch ein wenig überraschend - der anhaltend positive Konjunkturverlauf dieser Wachstumsbranchen, der sich bereits 2003 abgezeichnet habe.

Die Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer Österreich vertritt die Interessen von mehr als 100.000 Unternehmen aus den Bereichen Information, Kommunikation, Consulting und Infrastruktur; ihr gehören 10 Fachverbände an, und zwar Unternehmensberatung und Informationstechnologie, Werbung und Marktkommunikation, Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen, Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten, Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Finanzdienstleister, Abfall- und Abwasserwirtschaft, Buch- und Medienwirtschaft, Technische Büros -Ingenieurbüros sowie Druck.

Walter Bornett, Direktor der "KMU Forschung Austria", präsentierte das detaillierte Zahlenmaterial: Demnach gestaltete sich die Umsatzentwicklung für Versicherungsmakler (Umsatz +12,4 Prozent) und Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen (+10,7 Prozent) überdurchschnittlich. Nach Größenklassen betrachtet liegen Betriebe mit einem Jahresumsatz zwischen einer und 2,5 Millionen Euro mit einem Umsatzplus von 10,8 Prozent an der Spitze. 9,2 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf Exporte. Im Branchenranking führen die Unternehmen aus dem Bereich Werbung und Marktkommunikation (Exportquote 14,4 Prozent) vor den Technischen Büros und Ingenieurbüros (13,87 Prozent und dem Bereich Unternehmensberatung und Informationstechnologie (12,3 Prozent).

Im Zusammenhang mit Investitionen in den einzelnen wirtschaftsnahen Dienstleistungssektoren spricht Bornett von "einem doch beachtlichen Volumen": Die Investitionen beliefen sich nämlich 2004 auf durchschnittlich 12,4 Prozent des Gesamtumsatzes. Hohe Investitionen haben insbesondere die Branchen Abfall-/Abwasserwirtschaft (rund 19 Prozent) und die Versicherungsmakler (11,6 Prozent) getätigt. Für das laufende Jahr könne, so Bornett, mit einer weiteren Steigerung um rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet werden.

"Das erfreuliche Ergebnis des Jahres 2004 findet seine Fortsetzung auch in der ersten Jahreshälfte 2005", ist Interessenvertreter Pollirer erfreut. Die Auftragslage wird von den Unternehmerinnen und Unternehmern mit "gut" beurteilt. Für das Halbjahr rechnen sie mit einem Umsatzplus von 3,6 Prozent. Besonders optimistisch sind vor allem die Finanzdienstleister, die eine Umsatzsteigerung von 8,9 Prozent prognostizieren, die Versicherungsmakler (+6,3 Prozent) sowie der Bereich Unternehmensberatung und Informationstechnologie (+5,2 Prozent). Von - im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 - leicht rückläufigen Umsätzen geht lediglich der Bereich Druck aus (-0,2 Prozent).

Auftragslage und Umsatzerwartungen werden nach Aussage der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer auch Auswirkungen auf den Personalstand der Unternehmen haben: In den nächsten sechs Monaten ist eine Erhöhung des derzeitigen Beschäftigtenstandes um 1 Prozent geplant. Zum größten Personalzuwachs dürfte es im Bereich Unternehmensberatung/Informationstechnologie kommen (+2 Prozent).

Als "völlig daneben gegangen und am Ziel vorbei" bezeichnet Bundesspartenobmann Pollirer die jüngst beschlossene Handymasten-Steuer: "Den Schaden werden die Telefonkunden und -unternehmungen tragen müssen; die Wirtschaft hat nichts von politischen Sonntagsreden zu Breitband- oder Infrastrukturförderung, wenn auf der anderen Seite Wirtschaft und Kunden durch Geldbeschaffungsaktionen geschröpft werden." Nach Meinung von Telekomregulierungs-Experten ist das Gesetz verfassungsrechts- und EU-rechtswidrig, zudem habe die Sendeanlagensteuer nicht den gewünschten Lenkungseffekt. "Die Telekommunikationsbranche hat die volle Unterstützung der Bundessparte Information und Consulting für jegliche Form der Anfechtung", so Pollirer. (JR)

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