Korrektur zu OTS0046: AK Test Wohnkredite: Verhandeln bringt Bares - Zins- und Spesenersparnis kann enorm sein! (1)

Kontospesen in letzten sechs Jahren stark gestiegen - bis zu 146 Prozent mehr

Wien (OTS) - Im fünften Absatz muss es richtig heißen: Die Bandbreite der Kontospesen geht von 4 (Generali Bank) bis 13,50 Euro (nicht Prozent) (Bank Austria) im Quartal. Umgerechnet auf 20 Jahre ergibt das einen Unterschied von 760 Euro. Auch bei Prämien von Ablebensversicherungen lässt sich Geld sparen.

KORRIGIERTE FASSUNG
AK Test Wohnkredite: Verhandeln bringt Bares - Zins- und Spesenersparnis kann enorm sein! (1)
Kontospesen in letzten sechs Jahren stark gestiegen - bis zu 146 Prozent mehr

"Wer einen Wohnkredit abschließt, sollte jedenfalls über Zinsen und Spesen verhandeln und Angebote vergleichen", rät AK Konsumentenschützer Christian Prantner. KreditnehmerInnen können sich bei einem 73.000 Euro Kredit mit einer 20-jährigen Laufzeit immerhin rund 19.000 Euro an Zinsen und Spesen sparen. Das zeigt ein AK Test bei 11 Banken in Wien vom Mai. Kritik übt Prantner an den mangelhaften Informationen in den Angeboten und am Ignorieren des freiwilligen EU-Verhaltenskodex für Wohnkredite: Nur drei von elf Banken händigten das EU-Musteroffert aus, in dem Zinsen, Spesen und Bedingungen aufgelistet sind.

Die AK Konsumentenschützer haben anonym die Konditionen von einem 73.000-Euro-Wohnkredit bei 11 Banken in Wien im Mai erhoben.

Der Unterschied bei den variablen Zinsen ist groß - zwischen 3,15 bis 5,25 Prozent Nominalzinsen. "In den Werbungen und Beratungsgesprächen stehen allerdings sehr oft die niedrigen Fixzinsen im Vordergrund", kritisiert Prantner. "Es wird der Eindruck vermittelt, dass dieser Fixzinssatz mehr oder weniger für die gesamte Laufzeit gilt", sagt der AK Experte, "es wird nicht deutlich genug hingewiesen, dass nach der Fixzinsperiode der variable Zinssatz wesentlich höher sein kann als der Fixzins."

"Kreditnehmern, die Zinsen und Spesen vergleichen, bleibt mehr übrig", sagt Prantner. Denn immerhin ergibt sich bei Spesen und Zinsen eine Differenz von rund 19.000 Euro über die gesamte Laufzeit zwischem billigsten und teuersten Anbot. Bei etlichen Spesen gibt es Verhandlungsspielraum. Die Bearbeitungsgebühren werden zu Vertragsbeginn bezahlt und machen zwischen 400 Euro pauschal und zwei Prozent aus. Die Pfandrechtseintragungsgebühr kommt auf 1,2 Prozent vom eingetragenen Pfandrecht. Dieser Betrag beträgt je nach Bank normalerweise zwischen 120 und 140 Prozent des Kreditbetrages. Beim 73.000-Euro-Kredit kann die Pfandrechtseintragungsgebühr daher zwischen 1.051 und 1.226,40 Euro ausmachen. Schätzkosten der Immobilie sind ebenfalls verhandelbar - die AK erhob eine Bandbreite von null bis rund 470 Euro.

Auch bei den Kontospesen gibt es beachtliche Preisunterschiede und erstaunliche Verteuerungen. Die Kontospesen kosten von 1999 bis Mai 2005 zwischen 18 und 146 Prozent mehr. Die Bandbreite der Kontospesen geht von 4 (Generali Bank) bis 13,50 Euro (Bank Austria) im Quartal. Umgerechnet auf 20 Jahre ergibt das einen Unterschied von 760 Euro. Auch bei Prämien von Ablebensversicherungen lässt sich Geld sparen.

Im Jahr 2002 haben sich 500 österreichische Banken einem freiwilligen europäischen Verhaltenskodex für Wohnkredite unterworfen. Der EU-Kodex verlangt, dass KundInnen als Erstinformation ein Musteroffert bekommen, das Kosten und Spesen aufzeigt, sowie eine allgemeine Info-Broschüre. Nur drei von elf Banken gaben das EU-Musteroffert her. Der Kodex sollte eingehalten werden, denn die Spesenangaben in den Offerten sind oft unvollständig und die Angaben zur Zinsanpassung auch verbesserungsbedürftig. (Forts.)

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