Kadenbach: Gender Mainstreaming im Land Niederösterreich forciert

Arbeitskreis legt Bericht vor und beschließt Arbeitsprogramm bis 2006

St. Pölten, - (SPI) - "Es ist ein wichtiger Schritt, dass das Land Niederösterreich sich seit einigen Jahren zum Gender Mainstreaming in allen Bereichen der Landespolitik bekennt. Nur dann, wenn es gelingt, dass nicht nur in den verschiedenen Bereichen der Landespolitik, sondern auch in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen Gender Mainstreaming selbstverständlich ist, wird es möglich sein, eine echte Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen", so die Frauensprecherin der SPNÖ, LAbg. Karin Kadenbach. Gender Mainstreaming ist als Querschnittsaufgabe für alle Bereiche der Landespolitik und zur Schaffung der entsprechenden organisatorischen Rahmenbedingungen im Land NÖ verankert. Nun wurde der Bericht des Arbeitskreises vorgelegt und das Arbeitsprogramm bis 2006 von der Landesregierung beschlossen. ****

"Die so genannte Strategie Niederösterreich soll gleich einem Unternehmensleitbild die Grundlagen, Ziele und Prinzipien des Handelns des Landes Niederösterreich festlegen. Darin ist auch die Chancengleichheit für Frauen festgelegt. Die regionalen Entwicklungskonzepte sind daher nicht nur in einer geschlechtergerechten Sprache formuliert, sondern werden auch von Gender-ExpertInnen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Männer und Frauen bzw. auf die Chancengleichheit bewertet. Auch im NÖ Klimaprogramm 2004-2008 wurde das Gender-Mainstreaming-Prinzip berücksichtigt", berichtet Kadenbach. Zu den bereits umgesetzten Vorhaben zählt auch die Erstellung einer Broschüre zu Gender Mainstreaming in Zusammenhang mit Mobilität. Ebenso ist Gender Mainstreaming im NÖ Beschäftigungspakt als Top-Down-Strategie verankert. 2004 wurden zwei Pilotprojekte abgeschlossen, die sich auf die geschlechtssensible Berufsorientierung und Beratung von Unternehmen zu Gleichstellungsmaßnahmen konzentrierten.

"Für die Jahre 2005 und 2006 hat sich der Arbeitskreis weitere ehrgeizige Ziele gesteckt. Vor allem im Bereich der Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung muss noch viel geschehen. So soll unter anderem die Integration von Informationen zur Anwendung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in ein zukünftiges E-Learning Programm der NÖ-Landesregierung Einzug finden. Daneben sind aber auch sehr gegenständliche Projekte geplant, so sollen in Zukunft die verfügbaren statistischen Auswertungen des Landes nach Geschlechtern getrennt abrufbar sein. Das erleichtert die Planung von geschlechtergerechten Maßnahmen und ermöglicht eine europäische Vergleichbarkeit. Auch die derzeit laufenden Projekte wie GenderAlp!, die gendersensible Regionalentwicklung und Standortoptimierung, sollen selbstverständlich weitergeführt werden", so Kadenbach abschließend.
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