Allianz gibt Tipps für Auslandsreisende

Unfall im Ausland - riskant für Autofahrer

Wien (OTS) - Mit dem Verkehr in die östlichen Nachbarstaaten nimmt auch die Zahl der Unfälle ständig zu. So verzeichnete die Allianz allein in den ersten fünf Monaten des Jahres etwa 10 Prozent mehr Verkehrsunfälle im Ausland als im Jahr davor. Die Schadenssummen sind sogar um rund 14 Prozent gestiegen.

Ein Unfall in Österreich ist schlimm genug, aber im Ausland kann das bald zu einem ernsten Problem werden. Die Rechtslage ist unklar, denn es gelten die Gesetze des Unfallortes, und die Sprache ist meist zuwenig geläufig. Und auch wenn man den Unfall gar nicht verursacht hat, besteht die Gefahr, auf seinen Schadenersatzansprüchen sitzen zu bleiben. "Die Versicherungssummen reichen bei einem Unfall im Ausland häufig nicht aus", gibt Gerhard Bernard, Schadenleiter der Allianz in Österreich, zu bedenken. Tatsächlich sind auch mehr als ein Jahr nach der großen EU-Erweiterung die Mindestdeckungen in den östlichen Mitgliedsstaaten oft erheblich niedriger als in Österreich. Dies kann zur Folge haben, dass Reisende nicht ausreichend geschützt sind.

Mindestversicherungssumme in Österreich: 3 Mio Euro

In Österreich ist eine Mindestdeckungssumme von 3 Mio Euro gesetzlich vorgeschrieben. Fast drei Viertel der österreichischen Autofahrer haben sich sogar für einen Versicherungsschutz entschieden, der darüber hinausgeht. Im Gegensatz dazu bestehen teilweise bedenkliche Unterdeckungen vor allem in den osteuropäischen Ländern. In den Nachbarstaaten Slowenien und Slowakei sind Personenschäden bis zu 500.000 Euro versichert, in Tschechien bis zu etwa 600.000 Euro. Für Sachschäden steht jeweils nur ein Betrag von 100.000 bis 170.000 Euro zur Verfügung. Absolutes Schlusslicht ist Lettland mit einer Entschädigungssumme von rund 14.000 Euro für Personenschäden und 13.000 Euro für Sachschäden.

Zusätzliche Versicherungen empfohlen

"Bei Fahrten ins Ausland ist eine Kaskoversicherung dringend zu empfehlen", so Gerhard Bernard. "Damit sind zumindest Schäden am eigenen Fahrzeug abgedeckt." Auch wenn das Verschulden beim Unfallgegner liegt - denn wenn die Versicherung des Unfallgegners nicht sofort zahlt, springt die eigene Kaskoversicherung ein.

Da man vor allem bei Personenschäden mit geringen Leistungen rechnen muss, empfiehlt die Allianz eine Unfallversicherung für den Lenker bzw. eine Insassen-Unfallversicherung für die Mitfahrer. Wenn die Schuldfrage strittig ist, hilft eine umfassende Verkehrs-Rechtsschutzversicherung. Hohe Streitwerte - besonders wenn der österreichische Fahrer im Ausland verletzt wurde - sind meist mit einem hohen Prozessrisiko verbunden. Ein Rechtsschutz hilft dabei, alle rechtlichen Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Günstig, aber wertvoll: Versicherungen für die Reise

In die Reiseplanung wird oft viel Zeit investiert, dabei sollte auch die Überprüfung des Versicherungsschutzes nicht zu kurz kommen. Die Allianz rät daher, auf jeden Fall Kontakt mit dem Versicherungsbetreuer aufzunehmen, um die bestehenden Polizzen durchzusehen und einen maßgeschneiderten Schutz für die Reise zu berechnen. Gerhard Bernard: "Ein Reiseversicherungsschutz ist kein Luxus - ein Vertrag, der alles abdeckt, kostet nur einen Bruchteil des Urlaubs."

Kein Muss, aber empfehlenswert: die Grüne Karte

In den meisten europäischen Ländern muss die "Grüne Versicherungskarte" nicht mitgeführt werden. Für alle EU-Staaten gilt das Autokennzeichen als Versicherungsnachweis. Die Allianz empfiehlt dennoch, das Dokument auf Reisen ins Ausland mitzunehmen. Sie ist kostenlos beim eigenen Kfz-Versicherer erhältlich. Zusätzlich sollte ein Europäischer Unfallbericht eingepackt werden.

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Josef Glatzl
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