Schasching fordert Novellierung des Vereinsgesetzes

Wien (SK) Sehr erfreut zeigt sich die Vorsitzende des parlamentarischen Sportausschusses und ASKÖ-Wien Präsidentin Beate Schasching über die Wertschätzung des Ehrenamtes im organisierten Vereinssport von Innenministerin Liese Prokop im Zuge einer Sportenquete der ÖVP: "Das Referat von Bundesministerin Prokop gibt Hoffnung, dass auch die ÖVP die große Bedeutung des Ehrenamtes für den Sport erkannt hat und es dementsprechend schützt", sagte Schasching am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die SPÖ-Abgeordnete erinnert an ein OGH-Urteil aus dem Jahr 2004, dass den Judoverein Wels aufgrund einer Verletzung eines minderjährigen Vereinsmitgliedes auf Schadensersatz verurteilt hat. "Nach der derzeitig gültigen Rechtslage ist das OGH-Urteil natürlich richtig, dennoch bedroht das geltende Vereinsgesetz die vielen ehrenamtlichen SportfunktionärInnen in Österreich", so Schasching, die darauf hinweist, dass die SPÖ diesen Mangel schon bei der Änderung des Vereinsgesetzes 2002 kritisiert hat.

"Eine Absicherung der ehrenamtlich tätigen SportfunktionärInnen und damit die Sicherstellung der Grundlage des organisierten Vereinssports kann nur durch eine Gesetzesänderung herbeigeführt werden", weiß die ASKÖ-Wien Präsidentin. Faktum sei, dass der Sport in Österreich auf das Ehrenamt angewiesen ist. Tausende SportfunktionärInnen bewegen Österreich Jahr für Jahr unentgeltlich und freiwillig. Haften diese FunktionärInnen mit ihrem privaten Vermögen etwa bei Verletzungen von Vereinsmitgliedern oder Sachschäden an den Sportanlagen, würde dies in der Regel und ohne Versicherungsschutz das Aus für den Verein bedeuten. "Um die Zukunft des Vereinssports nicht zu gefährden und dem Fundament unseres Sportes - wie Innenministerin Prokop das Ehrenamt bezeichnet - nicht die Grundlage zu entziehen, muss die Haftung der ehrenamtlichen VereinsfunktionärInnen in Bezug auf Sach- und Personenschäden eingeschränkt werden", so Schasching.

In einer Resolution fordert die SPÖ-Sportpolitikerin Beate Schasching die Innenministerin auf, eine entsprechende Gesetzesänderung vorzulegen. Eine ähnliche Resolution wurde im Übrigen auch von der Sportunion gestellt. "Ich hoffe, dass die Innenministerin, selbst Spitzenfunktionärin im Österreichischen Vereinssport, die Dringlichkeit einer Gesetzesänderung erkennen wird und zum Wohle des Vereinsports handeln wird", so Schasching. (Schluss) wf/mm

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