Sparkassen legen im 1. Quartal 2005 überdurchschnittlich zu

Sparkassenverbands-Präsident Hochegger: "Wir haben die produktivsten Mitarbeiter in der Kreditwirtschaft" - Sabbatical-Modell im Kollektivvertrag 2005 fixiert

Wien (OTS) - Die österreichische Sparkassengruppe (Erste Bank + 58 Regionalsparkassen) konnte auch im 1. Quartal 2005 ihre starke Position im Markt weiter ausbauen. "Bei vielen Kennzahlen liegen wir teils deutlich über dem Durchschnitt unserer Mitbewerber", stellte Alois Hochegger bei seiner Antrittspressekonferenz als Präsident des Österreichischen Sparkassenverbandes fest. Die Bilanzsumme der Sparkassen erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2004 um 5,5% auf 123,4 Mrd EUR, der Betriebsertrag stieg im Vergleich zum 1. Quartal 2004 um 4,3% auf 681 Mio EUR und das Betriebsergebnis konnte um 14,5% auf 267 Mio EUR verbessert werden.

"Diese guten Ergebnisse machen Mut und stärken uns den Rücken auf unserem Weg, Marktführer in Österreich zu werden. Ich bin optimistisch, dass wir uns bis Jahresende weiter steigern werden", so Hochegger. Für 2005 rechnen die Sparkassen im Gegensatz zu allen anderen Mitbewerbern mit einem zweistelligen Wachstum des Jahresüberschusses.

Die Primärmittel wuchsen im 1. Quartal gegenüber dem Jahresende 2004 um 1,9% auf 68,2 Mrd EUR. Die höchsten Steigerungen gab es bei den verbrieften Verbindlichkeiten (+4,3% auf 25,8 Mrd EUR), gefolgt von den Sichteinlagen mit einem Plus von 3,2% auf 10,7 Mrd EUR. Bei den Spareinlagen war angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus nur wenig Bewegung zu spüren (+0,3% auf 27,2 Mrd EUR), während die Termineinlagen um -4,4% auf 4,3 Mrd EUR zurückgingen.

Überdurchschnittlich gut hat sich das Kreditgeschäft der Sparkassen entwickelt. Die Forderungen an Kunden stiegen gegenüber dem Jahresende 2004 um 2,7% oder 1,4 Mrd EUR auf 54,5 Mrd EUR. "Besonders erfreulich ist, dass die Städte und Gemeinden wieder mehr investieren", erklärte Hochegger. Nach einer mehrjährigen "Durststrecke" zog die Vergabe von Krediten an die öffentliche Hand erstmals wieder um 3,9% auf 2,7 Mrd EUR an. Privatkredite an inländische Kunden wuchsen um 0,9% auf 16,1 Mrd EUR, das Volumen der Firmenkredite stabilisierte sich auf hohem Niveau (+0,1% auf 21,8 Mrd EUR). Die Kredite an Auslandskunden nahmen um 9,5% auf 11,7 Mrd EUR zu.

Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zwar geringfügig um 0,8%, demgegenüber konnte der Sachaufwand jedoch um 0,5% zurückgefahren werden. In Summe konnten die Betriebsaufwendungen um 1,5% reduziert, die Betriebserträge um 4,3% gesteigert und das Betriebsergebnis um 14,5% verbessert werden.

Die Zahl der Mitarbeiter im gewichteten Durchschnitt ging um 174 auf 12.373 zurück (-1,4%), während die Produktivität der Mitarbeiter auf Basis des Betriebsergebnisses von 74.400 EUR auf 86.400 EUR um 16% deutlich gestiegen ist. "Damit haben die Sparkassen derzeit die produktivsten Mitarbeiter der österreichischen Kreditwirtschaft", freut sich Hochegger.

Signifikant verbessert haben sich gegenüber 2004 auch die Kosten/Ertrags-Relation (Cost/Income-Ratio), die von 64,3% auf 60,7% im Vergleich zum Vorjahresquartal gesunken ist sowie die Eigenkapitalverzinsung (RoE), die gegenüber dem Vorjahresende von 7,3% auf nunmehr 8,7% gestiegen ist.

Endgültig fixiert haben der Österreichische Sparkassenverband und die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) den Kollektivvertrag 2005 für die rund 16.000 Mitarbeiter der Sparkassengruppe (Erste Bank + 58 Regionalsparkassen). Die KV-Gehälter im "Gehaltsschema Neu" werden wie im Vorfeld vereinbart per 1.2.2005 um 2,3% plus 4,50 EUR angehoben. Neu im Kollektivvertrag verankert wurde ein kostenneutrales "Sabbatical-Modell" für die Mitarbeiter der Erste Bank und Sparkassen.

"Diese weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit ist nach der umfas-senden Reform des Gehaltssystems ein wichtiger Baustein für ein attraktives, leistungsförderndes und flexibles Dienstrecht der Sparkassen, dass den neuen Anforderungen des Wirtschafts- und Arbeitslebens gerecht wird", betonte Hochegger. Die Tatsache, dass auch diese Vereinbarung wieder in einem sehr lösungsorientierten Verhandlungsklima erzielt wurde, beweise, wie verantwortungsvoll die KV-Partner der Sparkassengruppe in Zeiten großer Umbrüche in der Finanzwelt mit der Zukunft der Institute und ihrer Mitarbeiter umgehen. "Ich bin überzeugt, dass wir die noch offenen dienstrechtlichen Fragen ebenso verantwortungsvoll lösen werden", so Hochegger.

Beim "Sabbatical" der Sparkassen handelt es sich um ein erwei-tertes Zeitausgleichsmodell, das innerhalb eines maximal fünfjäh-rigen Durchrechnungszeitraumes eine Ansparphase und eine Freizeitphase vorsieht. In der Ansparphase kann die wöchentliche Normalarbeitszeit einvernehmlich auf bis zu 48 Stunden ohne Überstundenvergütung ausgedehnt werden. Die Mitarbeiter kön-nen dann die angesparten Stunden durch geblockte Freizeit an einem Stück abbauen. In der Zwischenzeit beziehen sie ihr fixes Gehalt weiter.

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