GPA zu Kilometergeld: Regierung lässt Beschäftigte im Regen stehen

GPA mit eigener Interessengemeinschaft für Außendienstbeschäftigte

Wien (GPA/ÖGB) - "Heute wird von Seiten der Unternehmen und der Politik von den ArbeitnehmerInnen in immer größerem Ausmaß berufliche Mobilität eingefordert. Wenn es jedoch um berechtige Forderungen in diesem Zusammenhang geht, stoßen die Betroffenen bei der Bundesregierung auf taube Ohren. Mit ihrer neuerlichen Weigerung, das Kilometergeld zu erhöhen, lässt die Regierung die Beschäftigten einmal mehr im Regen stehen", kritisiert der stellvertretende GPA-Bundesgeschäftsführer Karl Proyer.++++

Die GPA ist bereits Ende des Jahres 2003 mit diesem Anliegen in Form eines offenen Briefes an die Bundesregierung heran getreten, in dem die Erhöhung des amtlichen Kilometergeldes gefordert wird, das seit dem Jahr 1997 nicht mehr erhöht wurde. Auf diesen Brief gab es jedoch bis heute keinerlei Reaktionen. Aber nicht nur das Kilometergeld wurde schon seit längerem nicht mehr erhöht, auch die Tagesdiäten für Inlands- und Auslandsreisen blieben seit 1988 unverändert. Nicht zu vergessen die massiven Belastungen für PKW-Benutzer durch Verteuerung der Vignette, Benzinpreiserhöhungen und die Anhebung der motorbezogenen Versicherungssteuer.

"Mehr als 60.000 Außendienstangestellte in fast allen Wirtschaftsbereichen unserer Volkswirtschaft sind nicht mehr länger bereit, die privaten PKW zu ihrem Nachteil zu nutzen. Deshalb fordern wir die österreichische Bundesregierung auf, rasch und im Interesse der Wirtschaft die längst überfällige Anpassung des amtlichen Kilometergeldes vorzunehmen, um die ungerechte Belastung jener Angestellten, die ihren privaten PKW auch für dienstliche Fahrten verwenden, zu beseitigen", so Proyer.

Die GPA hat für AußendienstmitarbeiterInnen eine eigene Interessengemeinschaft eingerichtet, durch die Meinungsaustausch und politische Willensbildung stattfindet. Erst kürzlich ist die GPA-Interessengemeinschaft work@external gemeinsam mit anderen Gewerkschaften mit einem umfangreichen Servicepaket "airbags im job" an die Öffentlichkeit getreten.

Mehr dazu unter: www.interesse.at/external

ÖGB, 28. Juni
2005
Nr. 414

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