Amon: Gehrer schafft über 60.000 Tagesbetreuungsangebote für nächstes Schuljahr

Schade, dass SPÖ so destruktiv ist

Wien, 28. Juni 2005 (ÖVP-PK) ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon, MBA bedauerte heute, Dienstag, die destruktive Haltung der SPÖ zu den Vorhaben im Bildungsbereich. Etwa im Bereich der Tagesbetreuung werde von Seiten der SPÖ "völlig negiert, dass mit kommendem Schuljahr erneut 10.000 zusätzliche Plätze geschaffen werden, wofür auch zusätzliche acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden", so der ÖVP-Bildungssprecher. "Damit haben wir bereits im kommenden Schuljahr über 60.000 Betreuungsplätze", erläuterte Amon. Während die SPÖ immer noch bei jeder Gelegenheit 100.000 Tagesbetreuungsplätze fordere, "haben wir bereits 60.000 verwirklicht, und das mit einem möglichst flexiblen Modell, das auch auf die Bedürfnisse der Kleinschulen sowie der Städte und Gemeinden Rücksicht nimmt", sagte Amon. ****

Entscheidend sei für die ÖVP die Freiwilligkeit der Angebote. "Mit uns gibt es keinen Unterrichtszwang am Nachmittag, sondern ein bedarfsorientiertes Angebot, wie es zum Beispiel auch im sehr erfolgreichen finnischen Schulsystem besteht", so der ÖVP-Bildungssprecher.

Weiters wies Amon die Unterstellung zurück, dass sich Bildungsministerin Elisabeth Gehrer am koreanischen Schulsystem orientieren wolle. "Die Bildungsministerin hat vielmehr darauf hingewiesen, dass PISA durchaus Aufschluss darüber geben kann, wie die Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern in einigen Fächern ist, sicherlich aber keine Auskunft darüber gibt, wie ein Schulsystem zu organisieren ist oder auch welchen Grad an Differenzierung es aufweist", erläuterte der ÖVP-Bildungssprecher. Wäre dem nämlich so, "müsste man sich ja sehr wohl die Frage stellen, warum man sich nicht an den südostasiatischen Tigerstaaten orientieren" sollte.

"Gerade weil wir deren System nicht übernehmen wollen, sind wir auch glaubwürdig darin, dass wir kein skandinavisches Bildungssystem eins zu eins abschreiben wollen", so Amon. Schulsysteme seien zumeist über Jahrzehnte oder - wie in Österreich - über Jahrhunderte gewachsene Strukturen, die man nur im System weiterentwickeln könne, "denen man aber nicht eins zu eins überstülpen kann, was in einem anderen Land über Dekaden gewachsen ist".

Auch die Reaktion der SPÖ auf den ÖVP-Vorstoß über eine Diskussion über Verhaltensvereinbarungen und Erziehungsmittel zeige, dass die SPÖ mit ihren bildungspolitischen Vorstellungen sehr weit weg vom realen Schulalltag zu sein scheine. "Wenn man
sich die Sorgen der Lehrerinnen und Lehrer anhört, geben die sehr deutlich zu erkennen, dass sie zunehmend unter der Last der immer mehr werdenden Erziehungsaufgaben leiden, die Politik ihnen aber gleichzeitig die notwendigen Erziehungsmittel nicht in die Hand gibt", so Amon. Wenn die SPÖ negiere, dass es immer mehr Gewaltbereitschaft an den Schulen gebe und auch die Verhaltensauffälligkeiten zunehmen, "zeigt das, dass sie die Sorgen und Probleme der Schule nicht wirklich ernst nehmen, sondern sich einzig und allein in ihrer dogmatischen Bildungspolitik aus den 70er-Jahren einbetoniert haben", schloss der ÖVP-Bildungssprecher.

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