Bleckmann: Übergangslösung für Uni-Zugang schon Morgen im Ausschuss

Gehrer solle nicht die Augen verschließen, sondern rasch handeln

Wien, 2005-28-06 (fpd) - "Ein kleines Land wie Österreich kann sicher nicht das Auffangbecken für ausländische Studenten sein", meinte heute die Wissenschaftssprecherin des Freiheitlichen Parlamentsklubs Abg. Dr. Magda Bleckmann zu dem für den 7. Juli erwarteten Urteil des Europäischen Gerichtshofs über die Zulassungsbeschränkungen an den Österreichischen Universitäten. Hier gelte es rasch zu handeln, um im Fall der Fälle eine praktikable Übergangslösung parat zu haben, die inländische Studenten nicht benachteilige. "Dazu wird im morgigen Bildungsausschuss eine formaler Antrag eingebracht, um in den Juli-Sitzungen des Nationalrates die Übergangslösungen gesetzlich zu verankern", kündigte Bleckmann an.****

Um den ab Herbst drohenden Studentenansturm aus Deutschland abzufedern und den heimischen Hochschülern den Zugang zu den Studien weiterhin uneingeschränkt zu ermöglichen, müsse es unter Einbindung aller Beteiligten zu einem nationalen Schulterschluss kommen, forderte Bleckmann. In diesem Zusammenhang schlug die Wissenschaftssprecherin völlige Autonomie für die Universitäten vor.

Die Universitäten sollen ermächtigt werden, ein geeignetes Auswahlverfahren zu installieren. Hier könne es etwa zu einer in den Studienplänen definierten Eingangsphase kommen. Systeme wie den "Numerus Clausus", "Knock - Out" Prüfungen oder "First Come First Serve Prinzip" schloss Bleckmann dezidiert aus.

Die gesetzlichen Ermächtigungen seien allerdings Übergangslösungen und sollen auf zwei Jahre befristet werden. Ab 2007 werden durch die Leistungsvereinbarungen bereits Lösungen erwartet, so Bleckmann.

"Hier gilt es nicht die Augen zu verschließen, sondern rasch zu handeln", so Bleckmann in Richtung Bundesministerin Gehrer. Sie solle auf EU-Ebene rasch Verhandlungen aufnehmen, um der Bologna Deklaration gerecht zu werden. "Für die Duchlässigkeit der Bildungssysteme und die Einheitlichkeit des Europäischen Bildungsraumes sowie der Ermöglichung der Wanderung von Studenten und Lehrenden sind die Voraussetzungen in Form eines Finanzausgleichs auf Bildungsebene zu schaffen", so Bleckmann abschließend. (Schluss)

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