Arbeiterkammer Oberösterreich: Familienlastenausgleichsfonds auf gerechte Finanzierungsbasis stellen!

Linz (OTS) - Eine klare Absage erteilt der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Dr. Johann Kalliauer, den Wünschen von Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Rudolf Trauner im Zusammenhang mit der Finanzierung des Familienlastenausgleichfonds: "Die Beiträge der Dienstgeber zu halbieren, wäre ein historischer Fehlgriff. Gerechter wäre eine Finanzierung auf Basis der Wertschöpfung."

Der Fonds wird durch 4,5 Prozent der Bruttolohnsumme gespeist. Laut WK-Präsident Dr. Trauner soll die Hälfte davon, rund 2,6 Milliarden Euro, die öffentliche Hand übernehmen. Nach Ansicht der Arbeiterkammer wäre das ein Affront gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ist doch der FLAF in den 50er-Jahren durch einen Lohnverzicht der Arbeiter/-innen und Angestellten zu Stande gekommen. Sie müssten über Steuern noch einmal bezahlen, was sie historisch betrachtet längst abgegolten haben.

Gerechter wäre nach Ansicht der Arbeiterkammer eine Umstellung der Finanzierung des FLAF auf Wertschöpfungsbasis. Laut einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts könnte dadurch der Beitragssatz von derzeit 4,5 auf 2,5 bis 2,6 Prozent gesenkt werden. Zusätzlich würden neue Arbeitsplätze entstehen. Übrigens: Der Beitragssatz ist bereits einmal gesenkt worden - von 6 Prozent auf die aktuellen 4,5 Prozent.

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