BESUCH AUS SERBIEN UND MONTENEGRO IM HOHEN HAUS Präsident Khol empfängt Republikspräsident Vujanovic

Wien (PK) - Nationalratspräsident Andreas Khol empfing heute Vormittag den montenegrinischen Republikspräsidenten Filip Vujanovic zu einem Meinungsaustausch im Hohen Haus. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen wirtschafts- und europapolitische Themen.

Khol würdigte eingangs die hervorragenden bilateralen Beziehungen und wies vor allem auf die ökonomische Zusammenarbeit zwischen Österreich und Crna Gora hin. Diese habe sich sehr positiv entwickelt, eine weitere Intensivierung des Handelsaustausches sei aber immer noch möglich. In diesem Zusammenhang betonte der Präsident auch die Rolle des Bankwesens im Wirtschaftsleben. Vujanovic unterstrich gleichfalls die traditionell gute und intensive Zusammenarbeit zwischen Österreich und Montenegro und bezeichnete die österreichischen Investitionen in seinem Land als besonders erfreulich. Es bestünden gute Kontakte zur österreichischen Wirtschaft, die weiterhin vertieft werden sollen, so Vujanovic.

Khol meinte, es sei von einiger Wichtigkeit, die Frage des politischen Status Montenegros schnell zu klären. Die EU erachte den Erhalt der Staatengemeinschaft mit Serbien als wünschenswert, doch sei diese Frage letztlich durch das Volk zu entscheiden. Jedenfalls seien Serbien und Montenegro wie Bosnien-Herzegowina, Makedonien und Kroatien sicher Kandidaten für eine zukünftige Mitgliedschaft in der EU, denn eine Europäische Union wäre ohne die Balkanstaaten nicht vollständig. Vujanovic wies darauf hin, dass über die Frage des Staatsstatus Montenegros im Frühjahr 2006 ein Referendum abgehalten werde, da die politische Führung Montenegros der Ansicht sei, dass nach 14 Jahren der Zeitpunkt gekommen sei, den Willen des Volkes in dieser Angelegenheit neuerlich zu erfragen.

Khol sprach sodann das im März diesen Jahres abgeschlossene Polizeiabkommen zur effizienteren Bekämpfung des Menschen- und Drogenhandels an, wobei Vujanovic meinte, Montenegro werde alles daransetzen, die mit dem Abkommen verbundenen Erwartungen zu erfüllen. Zufrieden zeigten sich die beiden Politiker schließlich mit der Entwicklung des Fremdenverkehrs.

Vujanovic hält sich seit gestern Montag in Wien auf und traf bereits mit Bundespräsident Fischer zusammen. Für heute Nachmittag ist zudem eine Begegnung mit Außenministerin Plassnik geplant. (Schluss)

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