Rechnungsabschluss - SP-Woller: "Vier gute Jahre für die Kulturstadt Wien!"

Wien (SPW-K) - "Die Diskussion über den Rechnungsabschluss 2004 gibt uns Gelegenheit, Bilanz zu ziehen über die letzten vier Jahre Wiener Kulturpolitik", sagte heute Gemeinderat Ernst Woller im Rahmen der Spezialdebatte Kultur und Wissenschaft im Wiener Gemeinderat. "Allein an den Zahlen lässt sich die positive Entwicklung ablesen: So sind die Kulturausgaben von 2001 bis 2004 um 12 Prozent auf 198 Mio Euro gestiegen. Der Anteil der Kultur am Gesamtbudget konnte auf 2,08 Prozent gesteigert werden."

Wien investiere in den Kulturstandort Wien - "in- und außerhalb des Kulturbudgets", so Woller weiter. "Die Liste der unterstützten Projekte und Institutionen ist lang und reicht unter anderem vom Klangforum, das Birdland , über die Albertina, die Stadtbibliothek, das Wien Museen, die Secession, das Filmmuseum und das Filmarchiv bis hin zum Metro- und zum Gartenbaukino." Außerhalb des Kulturbudget sei beispielsweise in die Urania, die Arena oder die neue Hauptbücherei investiert worden.

Wien investiere vor allem auch in seine Stärke als Musik- und Kulturhauptstadt: "30 Mio Euro sind allein für das Mozartjahr 2006 vorgesehen." Im Gegensatz dazu habe Kunststaatssekretär Franz Morak das Kunstbudget von 2001 auf 2004 um insgesamt 30 Prozent gekürzt. "Und die Kürzungen des Bundes richten sich vor allem gegen Wien: Hier wurden vom Bund in den letzten Jahren 12 Prozent der Mittel gekürzt -das trifft große und kleine Theater, von der Josefstadt, über das Theater der Jugend bis hin zum Schauspielhaus, aber auch Institutionen wie das österreichische Filmmuseum. Hier war echtes Einspringen von Seiten Wiens notwendig!"

Die Kulturpolitik Wiens unterscheide sich wesentlich von jener des Bundes - "in Wien hat es in den letzten Jahren nachhaltige Reformen gegeben", so Woller. "Stadtrat Mailath-Pokorny hat bei seinem Antritt ein hohes Niveau vorgefunden, hat es aber dennoch geschafft, Projekte umzusetzen, die seit Jahrzehnten ein Anliegen von Kulturschaffenden waren." Dazu zähle unter anderem die Umwandlung des Theaters an der Wien in ein Opernhaus, das ab dem Mozartjahr 2006 Raritäten von der Barockoper bis zur zeitgenössischen Oper bieten werde. "Die Musikstadt Wien wird durch die Umwandlung des Theaters an der Wien um eine kulturelle Attraktion auf höchstem künstlerischen Niveau reicher."

Im Rahmen der Vereinigten Bühnen Wien werde es weiters zwei Häuser für das Musicaltheater geben: "Das Raimundtheater für große Produktionen und - nach neuer Orientierung - das Ronacher für kleine Produktionen." Durch den Umbau werde im Ronacher die Bühnentechnik auf einen zeitgemäßen Standard gebracht, ein für ein Musiktheaterhaus unbedingt notwendiger Orchesterbereich geschaffen, eine Probebühne eingebaut und die Sichtverhältnisse für das Publikum deutlich verbessert.

Ein großer Wurf von Stadtrat Mailath-Pokorny sei auch die Theaterreform: "Ziel war die Weiterentwicklung der vielfältigen Wiener Theaterlandschaft durch eine innere Reform und Erneuerung - im Dialog mit allen Parteien, den Theaterleitern und unabhängigen ExpertInnen." Die Reform werde mit Augenmaß und Konsequenz umgesetzt.

Weitere erfolgreiche kulturpolitische Maßnahmen der letzten Jahre seien die Neupositionierung des Wien Museums, die Reform der Wiener Symphoniker, die Rettung von wichtigen Traditionskinos, der Fonds für Kunst im öffentlichen Raum, die Umsetzung der Restitution und die Stärkung des Wissenschaftsstandortes Wien.

"Es waren insgesamt sehr gute Jahre für die Kulturstadt Wien!" schloss Woller. (Schluss)

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