AGES-Stellungnahme zu Kinderparfüms

Enthaltene Moschusverbindungen dürfen legal eingesetzt werden Keine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher

Wien (OTS) - Die AGES, die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, hält zu jüngsten Berichten über angeblich illegale Giftstoffe in Kinderparfüms folgendes fest: Die von der Umweltorganisation Greenpeace genannten Moschusverbindungen Galaxolide, Moschus Xylol und Moschus Keton dürfen nach geltendem Lebensmittelrecht in kosmetischen Produkten verwendet werden. Die polyzyklische Moschusverbindung Galaxolide wurde vom zuständigen wissenschaftlichen Ausschuss der EU-Kommission, dem Scientific Committee of Cosmetic Products and Non-Food-Products Intended for Consumers (SCCNPF) einer ausführlichen Risikobewertung unterzogen. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand die Verwendung von Galaxolide in kosmetischen Mitteln keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellt. Der Einsatz von Galaxolide als Duftkomponente in kosmetischen Produkten ist daher ohne Einschränkungen möglich.

Die beiden Nitromoschusverbindungen Moschus Xylol und Moschus Keton dürfen ebenfalls in Kosmetikprodukten, ausgenommen Erzeugnisse zur Mundpflege, eingesetzt werden. Für sie wurden Grenzwerte festgelegt, bei deren Einhaltung keine Gefahr für die menschliche Gesundheit besteht. Für Moschus Xylol liegt der Grenzwert bei einem Prozent in Parfüm, bei 0,4 Prozent in Eau de Toilette und bei 0,03 Prozent in sonstigen kosmetischen Erzeugnissen. Die Grenzwerte für Moschus Keton: 1,4 Prozent in Parfüm; 0,56 Prozent in Eau de Toilette; 0,042 Prozent in sons-tigen kosmetischen Erzeugnissen.

Verbot für bestimmte Phthalate

Die gefundenen Konzentrationen der Phthalate sind nicht zwingenderweise auf eine bewusste Zugabe des Stoffes zurückzuführen, sondern können auch aus produktionsbedingten Verunreinigungen stammen. In diesem Zusammenhang ist jedoch festzustellen, dass bestimmte Phthalate, die seit Jahrzehnten in Kosmetikprodukten häufig verwendet werden, nach aktuellen Erkenntnissen verstärkt im Verdacht stehen, bei entsprechender Konzentration gesundheitsschädliche Wirkung zu haben. Daher wird das Vermarkten von kosmetischen Produkten, die solche Phthalate enthalten, ab 9. September 2005 in Österreich verboten sein.

Die AGES führt regelmäßig Untersuchungen von kosmetischen Mitteln und Kinderspielzeug auf verbotene Substan-zen durch. Produkte, die nicht dem geltenden Recht entsprechen, werden von der amtlichen Lebensmittelkontrolle unverzüglich aus dem Verkehr gezogen.

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