Lapp zu Gebärdensprache: Endlich Bewegung in so wichtiger Materie!

Unterausschuss zum Verfassungsausschuss voller Erfolg

Wien (SK) Etwa 10.000 Bürgerinnen und Bürger Österreichs verwenden die Österreichische Gehörlosensprache als Erstsprache. Die internationale Anerkennung durch das Europäische Parlament erfolgte bereits im Jahr 1988. "Im Jahr 2005 wird nun endlich auch Österreich die Österreichische Gebärdensprache in der Verfassung verankern und als eigenständige Sprache und als Ausdruck der Kultur der Gehörlosen anerkennen", zeigte sich SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp erfreut. ****

Insgesamt sind in Österreich über 450.000 Menschen gehörlos oder von einer Gehörbehinderung betroffen. Für sie ist die derzeitige Situation unbefriedigend. So wird die für sie so wichtige Gebärdensprache in der Schulzeit zu wenig gefördert. Die Konzentration liegt fast ausschließlich auf der Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden, was jedoch für Gehörlose eine Einschränkung ihres Wortschatzes bedeutet.

Die Einberufung des heute zum letzten Mal tagenden Unterausschusses zum Verfassungsausschuss, der sich ausschließlich mit dieser Materie beschäftigte, war für Vorsitzende Christine Lapp der einzig richtige Schritt. "Ich bin im Namen der gehörlosen Menschen in Österreich sehr froh, dass in diesem Ausschuss auch ExpertInnen zu Wort kamen und wir in sehr fruchtbaren Verhandlungen auch mit den Regierungsfraktionen eine Einigung erzielen konnten", erklärte Lapp gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Im Verfassungsausschuss, der am Mittwoch im Parlament tagt, wird die Regierungsvorlage mit den Stimmen aller vier Parteien noch dahingehend abgeändert, dass die Gebärdensprache als eigenständige Sprache anerkannt wird. Anschließend wird die Vorlage von allen vier Parteien beschlossen, so Lapp abschließend. (Schluss) ps/mm

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