Sachkritik ist nicht Gegnerschaft

Wien (OTS) - Gubitzer wehrt sich als Gegnerin der ÖVP dargestellt zu werden, wie dies im heutigen Standard zu lesen ist, nur weil sie sachliche Bedenken dahingehend angemeldet hat, dass die Steuerbegünstigung von Kinderbetreuung auch tatsächlich Frauen zugute kommt.

Tatsache ist, dass die langjährige Forderung der ÖVP-Frauen zur Steuerbegünstigung von Kinderbetreuung einer sachlichen Betrachtung im Sinne des Gender Mainstreamings nicht standhalten wird können. Steuergesetze sind im Sinne der Gleichbehandlung geschlechtsneutral zu halten. Eine Untersuchung des Lohnsteueraufkommens seitens der Gender Mainstreaming-Gruppe im Finanzministerium hat nachgewiesen, dass schon heute im Durchschnitt Frauen 1 % mehr Lohnsteuer bezahlen als Männer. Dies wird vor allem dadurch verursacht, dass Steuerbegünstigungen mehr von Männern bzw. Vätern in Anspruch genommen werden, weil bei ihrem höheren Einkommen diese Steuerbegünstigung auch besser wirkt. Im Zusammenhang mit den großen Lohndifferenzen zwischen Mann und Frau kann man unschwer erkennen, dass Steuerbegünstigungen Frauen nicht helfen, ihr Einkommen aufzubessern. Dazu sind andere Maßnahmen notwendig!

Der morgige Frauengipfel wird solche Maßnahmen darstellen!

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Christine Gubitzer
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