WKÖ-Hochhauser: "Österreichs Wirtschaft ist bereits zu einem Drittel weiblich"

Mehr Führungspositionen für Frauen: Sporthilfe Sport & Business Circle diskutierte die Herausforderung, Erfolgsrezepte aus der Wirtschaft auch im Sportbereich umzusetzen

Wien (PWK501) - "Dort, wo Frauen Führungspositionen inne haben, sind sie anerkannt und erfolgreich", darin zeigten sich alle Diskutantinnen und Diskutanten beim Sport & Business Circle - Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich, Liese Prokop, Ministerin, ehemalige Spitzensportlerin, Präsidentin der Sportunion und von "Women & Sports", die erfolgreiche ehemalige Spitzensportlerin Steffi Graf, Daphne Bouzikou, Erfolgstrainerin des deutschen Basketball-Meisters "Opel Skyliners", ÖFB-Präsident Friedrich Stickler sowie Steuerberater Klaus Hübner - einig. Launig moderiert wurde die Veranstaltung von Andy Marek.

"Ein Drittel der österreichischen Unternehmen ist in erfolgreicher weiblicher Hand - Tendenz steigend", konnte Generalsekretärin Hochhauser berichten. Weiters entfallen mehr als ein Drittel der Unternehmensneugründungen in Österreich auf Frauen. "Noch gering ist aber die Anzahl von Frauen in Führungspositionen - in der Wirtschaft genauso wie im Sport." Dabei gehe es um Frauen in Management-Positionen im Sportbereich; der Begriff "Frauen in Führungspositionen" dürfe aber nicht verwechselt werden mit "erfolgreichen Frauen im Spitzensport", so Hochhauser. "Mehr Frauen in Führungspositionen - aber nicht der Quote, sondern der Vorteile wegen", stellte sie klar: Bei Frauen seien das die oftmals höheren Qualifikationen, die ausgeprägten sozialen Kompetenzen, das Durchhaltevermögen sowie der "Blick als Frau" und damit das Frauen-spezifische Herangehen an Problemstellungen und vieles andere mehr. "In der Wirtschaft stehen die Frauen bereits in der Viertelfinalrunde." Die Wirtschaftskammerorganisation als Interessenvertretung trage diesem Faktum verstärkt Rechnung, etwa mit konkreten Serviceangeboten im Rahmen von "Frau in der Wirtschaft".

Nicht gegriffen hätten hingegen die in Österreich über Jahre hinweg gemachten Ansagen von Quotenregelungen. Erst aktives Tun habe einiges bewegt, "ich denke hier etwa an die derzeitige Zusammensetzung der Bundesregierung, wo die Hälfte der Ministerämter mit Frauen besetzt ist." Und auch in der Wirtschaftskammer Österreich, dort, wo sie unmittelbar die Verantwortung dafür trage, spiegle sich dies wider: "Die Wirtschaftskammer Österreich hat rund 960 Mitarbeiter, davon mehr als 50 Prozent Frauen. Der Anteil von Mitarbeiterinnen in Führungspositionen ist von 1999 mit sieben Frauen in Führungspositionen (4 Prozent) auf heute 26 Frauen oder 13 Prozent gestiegen", so Hochhauser. Im neuen Wirtschaftsparlament, dem höchsten Gremium der WKÖ, gebe es erfreulicher Weise eine Verdoppelung der Anzahl der Funktionärinnen von bisher 7,2 auf 14,4 Prozent.

Gefragt, welche Maßnahmen, die in der Wirtschaft hilfreich waren und sind, auch im Sportbereich Anwendung finden sollten, führte Hochhauser aus: "Alles, was Frauen in der Karriere fördert, fördert sie auch in der Sportmanagement-Karriere - also etwa geeignete Rahmenbedingungen, Netzwerke, Mentoring, Unterstützung und Ermutigung. Vor diesem Hintergrund kann ich nur an die Herren Funktionäre appellieren: Werden Sie zu Fans, Trainern und Förderern von Frauen in Führungspositionen. Ich garantiere Ihnen: Sie werden gemeinsam mit Frauen in Führungspositionen neue und größere Siege erringen", schloss WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser. (JR)

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