VP-Salcher: Ära Mailath-Pokorny steht für Intransparenz und SP-Kulturkolchosen

Ronacher: Don Quixote ritt gegen Windmühlen an, Mailath-Pokorny baut sie um

Wien (VP-Klub) - "Ich bin für Mailath-Pokorny, weil unter ihm das SP-Parteibuch noch etwas zählt", schlägt der Kultursprecher der ÖVP Wien, LAbg. Andreas Salcher, der SPÖ als Wahlslogan für den Herbst vor. Er zieht damit auch das Resümee der Kulturpolitik des Stadtrates in den letzen vier Jahren. Salchers Kritik reicht von der mangelnden Transparenz bei der Besetzungspolitik, über das Rabenhof-Chaos bis zum heftig umstrittenen Ronacherumbau. Die Vorgänge rund um die Direktorenbestellungen in der Josefstadt, im Rabenhof, dem Wien-Museum und die Vereinigten Bühnen Wien findet Salcher imageschädigend für die Kulturstadt Wien. Nur noch vage erinnert man sich an Mailath-Pokornys Versprechen, alle Spitzenfunktionen ausschreiben zu wollen oder die Vorgänge rund um Bestellungen transparent zu halten.

Das Ronacher - des Stadtrats Lieblingsprojekt um jeden Preis

"Don Quixote ritt gegen Windmühlen an, Mailath-Pokorny baut sie um", macht Salcher seinem Ärger über die Verschwendung öffentlicher Gelder für den in seinen Augen völlig sinnlosen Umbau des Ronachers zu einer Musicalbühne Luft. "Fragt er sich eigentlich manchmal, warum alle Parteien außer der SP, fast alle Kulturjournalisten und Künstler gegen dieses Projekt sind?"

Einen weiteren Kritikpunkt sieht der VP-Kultursprecher in der Vergabe von Subventionen. Besonders fragwürdig erscheint die Vorgangsweise bei den Vereinigten Bühnen Wien. "Der Betrieb wird zu 100% von der Stadt finanziert - und die Opposition hat kein Recht nachzufragen, was mit dem Geld eigentlich passiert. Das heißt, fragen dürfen wir schon, aber Antworten gibt es keine", stellt Salcher fest.
Als weiteres Beispiel nennt er das Wiener Lustspielhaus, das auf Grund des guten Kontaktes Adi Hirschals zu Bürgermeister Häupl Gelder in einem Ausmaß erhält, von dem andere Bühnen nur träumen können. " Er führt damit die Theaterreform ad absurdum und verärgert Theaterschaffende und Opposition gleicher Maßen", setzt Salcher fort. Die Opposition war bereit, die Theaterreform, die einschneidende Änderungen bei der Vergabe von Subventionen an Klein- und Mittelbühnen mit sich bringt, gemeinsam mit dem Kulturstadtrat umzusetzen. Mailath-Pokornys inkonsequente Haltung macht es jedoch schwierig, die Entscheidungen zu argumentieren.

Wissenschaftspolitik - des Stadtrats Stiefkind

"Erinnert sich eigentlich noch jemand, dass Mailath-Pokorny auch das Wissenschaftsressort betreut?", fragt Salcher abschließend. In vier Jahren wurde kein einziges zukunftsweisendes Projekt realisiert, denn Wissenschaftsförderung scheint für die SP-Stadtregierung keine vorrangige Bedeutung zu besitzen. Im Gegensatz dazu unterstützte die ÖVP Wien das Projekt Prof. Zeilingers einer University of Excellence und tritt dafür ein, diese in Wien anzusiedeln. Auch zu diesem Thema war vom zuständigen Wissenschaftsstadtrat Mailath-Pokorny bis heute nichts zu hören.

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