HUAINIGG: BAHN FREI ZUR ANERKENNUNG DER GEBÄRDENSPRACHE

Verfassungsbestimmung findet Zustimmung aller Parlamentsparteien =

Wien, 28. Juni 2005 (ÖVP-PK) "Bahn frei zur Anerkennung der Gebärdensprache", sagte heute, Dienstag, ÖVP-Behindertensprecher Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg nach der Sitzung des Unterausschusses zur Gebärdensprache. Der Vorschlag von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel zur Verankerung der Gebärdensprache in Art. 8 der Bundesverfassung hat heute die Zustimmung aller Parlamentsparteien gefunden. "Damit wird der langjährigen und legitimen Forderung gehörloser Menschen nach Anerkennung ihrer Sprache entsprochen", so Huainigg weiter.****

Die Verfassungsbestimmung sei ein wichtiges Signal für gehörlose Menschen. "Die Gebärdensprache ist eine eigenständige und vollwertige Sprache und oftmals das einzige Kommunikationsmittel dieser Personengruppe." Begleitend werden weitere Verbesserungen für gehörlose Menschen auf Schiene gebracht. In einem Entschließungsantrag wird die Bundesregierung ersucht, bestehende und künftige Gesetze insofern zu überprüfen, ob der Gebärdensprache in den einzelnen Lebensbereichen ausreichend Rechnung getragen werde. "Handlungsbedarf sehe ich hier vor allem im Bildungs- und Medienbereich", betonte Huainigg. "Hier muss der bilinguale Unterricht für gehörlose Menschen vermehrt Eingang finden, sowie die Präsenz der Gebärdensprache und die Untertitelung im öffentlichen Fernsehen erhöht werden."
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