Christoph Franceschini und Helmut Lechthaler von der RAI-Bozen mit dem Prof. Claus Gatterer - Preis 2005 ausgezeichnet

Ehrende Anerkennung ging an Elke Fertschey von der Kleinen Zeitung/Klagenfurt

Salzburg (OTS) - Am Vorabend des 21. Todestages des berühmten Journalisten Prof. Claus Gatterer wurde in der Salzburger Friedenskirche vom Österreichischen Journalisten Club (ÖJC) der heurige Prof. Claus Gatterer - Preis an die Südtiroler Dokumentarfilmer Christoph Franceschini und Helmut Lechthaler übergeben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wir jährlich abwechselnd in Österreich und in Südtirol vom ÖJC vergeben. Das ausgezeichnete Werk ist eine sechsteilige Dokumentarfernsehreihe über die Hintergründe der Südtiroler Bombenjahre. Diese Filme wurden im heurigen Frühjahr von der RAI-Bozen ausgestrahlt und waren in Südtirol ein echter "Straßenfeger". Die Reihe beschäftigt sich mit den Südtiroler Bombenlegern die Ende der 50er Jahre und Anfang der 60er Jahre die Südtirolproblematik an die Weltöffentlichkeit bringen wollten. Das Thema "Bombenjahre" wurde in der Folge in Südtirol weitgehend verdrängt; weder Politiker noch Attentäter wollten sich öffentlich äußern. Dies taten sie dann erstmals in der Fernsehreihe.

Salzburgs Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller bezeichnete die "Fernsehproduktion als eine journalistische Arbeit, die ein politisch extrem heikles Thema sensibel, präzise und einfühlsam öffentlich gemacht habe. Die Serie ist ein Beispiel dafür wie guter Journalismus aufklären kann, Menschen hinter den Schlagzeilen sichtbar mache und auch Konfliktthemen für eine breite Öffentlichkeit nachvollziehbar mache".

Die Südtiroler Kulturlandesrätin Dr. Sabina Kasslatter-Mur freute sich besonders darüber, "dass zwei Südtiroler Journalisten den renommierten Prof. Claus Gatter Preis bekommen haben". Noch dazu für ein Werk, dass sich mit der jüngsten Zeitgeschichte Südtirols so intensiv auseinandersetzt.

Juryvorsitzender und ÖJC-Präsident Fred Turnheim würdigte die Preisträger als Menschen, die ihre "persönlichen Eitelkeiten zurückstellen um mit eigenem Engagement Mut und Courage Schwächen der Gesellschaft aufzuzeigen und sich mit Betroffenen und Minderheiten zu solidarisieren. Damit bekommen jene eine Stimme, die man sonst nicht wahrnimmt".

Für ihre hervorragenden Sozialreportagen, die in der Kleinen Zeitung Klagenfurt erschienen sind, bekommt Elke Fertschey die Ehrende Anerkennung des heurigen Prof. Claus Gatterer -Preises zuerkannt. Sie hat eine einzigartige Qualität in Österreich erreicht. Sie ist der Egon Erwin Kisch unserer Tage. Ihre Reportagen entführen den Leser sofort in die oft tragischen Situationen der Menschen, über die sie berichtet.

ÖJC-Vizepräsidentin Brigitta Berndlbauer Kirch wies in ihrer Begrüßungsrede auf das starke Wachstum des ÖJC hin: " Der ÖJC hat mehr als 3.600 Mitglieder. Vor einem Jahr waren es noch 3.000. 89 Prozent der ÖJC Mitglieder sind Journalisten, der Rest arbeitet in PR, Werbung und in der Kommunikationswissenschaft. Das Gros der Journalisten, nämlich 46 Prozent kommt aus dem Bereich Radio und Fernsehen. 17 Prozent sind Tageszeitungsjournalisten, 24 Prozent arbeiten bei Zeitschriften und 13 Prozent kommen aus dem stark wachsenden Online-Bereich."

Der Prof. Claus Gatterer - Preis 2006 wird im kommenden Jahr am 31. Jänner 2006 ausgeschrieben. Der Preis wird in Südtirol überreicht werden.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Journalisten Club
Brigitta Berndlbauer-Kirch
0650 9828555

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0007