Kabas: Wiener Bildungskrise ist hausgemacht

Mangelnde Deutschkenntnisse als Basis für PISA-Debakel

Wien (OTS) - Wien, 27.06.05 (fpd) - Bei der Debatte zum Wiener Rechnungsabschluss 2004 ging der Wiener FPÖ-Klubobmann Mag. Hilmar Kabas auch mit der Bildungspolitik der SPÖ-Wien hart ins Gericht. Die Zahl der sogenannten "a.o. (außerordentliche) Schüler" an den Wiener Volksschulen ist von 29 Prozent im Jahr 1995 auf 44 Prozent im Jahr 2004 gestiegen. Diese Schüler haben "mangelhafte Deutschkenntnisse in dem Ausmaß, dass sie dem Unterricht nicht folgen können". Dieser Umstand trägt maßgeblich dazu bei, den Lernfortschritt der Kinder mit guten Deutschkenntnissen zu behindern.

Bei der Beurteilung der PISA-Studie in Wien wurde dieses immer größer werdende Problem nicht beleuchtet. Gerade die Ergebnisse an den Wiener Schulen dürften so erschütternd gewesen sein, dass sie vom Stadtschulrat noch immer unter Verschluss gehalten werden. Das ist Realitätsverweigerung zum Schaden der Zukunft unserer Kinder.

Als Gegenmaßnahme fordert Kabas, dass der Kindergarten vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr gratis sein sollen. Kinder von Zuwanderer sollen allerdings nur dann gratis den Kindergarten gehen dürfen, wenn sie gleichzeitig Deutschkurse besuchen.

Es ist auch zu überlegen, in der Volksschule jene Kinder in Klassen zusammenzufassen, die über gute Deutschkenntnisse verfügen, damit ihr Lernfortschritt nicht gehemmt wird. Die "a.o. Schüler" könnten in speziellen Klassen mit dem Schwerpunkt Deutsch an ein entsprechendes Niveau herangeführt werden, so Kabas. (Schluss) am

Rückfragen & Kontakt:

FPÖ-Pressestelle
4000/81747

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0006