Grüne Wien kritisieren Aussagen des Bundeskanzlers zur Gleichstellung von lesbischen und schwulen Partnerschaften

Schreuder: "Schüssel irrt. Gleichstellung ist keine Frage des ‚punktens’, sondern der Gerechtigkeit"

Wien (OTS) - Zu den Aussagen von Bundeskanzler Schüssel am Tiroler VP-Parteitag, "wer glaubt, dass er mit der Homo-Ehe punkten kann, soll's ruhig tun", und der Absage an der Gleichstellung von lesbischen und schwulen Lebensgemeinschaften weil "wir stellen die Familie und die Kinder in den Mittelpunkt" sagt Grün-Kandidat und Sprecher der Grünen Andersrum, Marco Schreuder: "Offensichtlich kann und will Bundeskanzler Schüssel nicht begreifen, dass es sich nicht um eine Glaubensfrage, sondern eine Frage der Gleichstellung handelt. Eine Gesellschaft kann nicht mehrheitlich bestimmen, welche Formen der Liebe besser und schlechter sind. Wenn zwei Menschen entscheiden, füreinander zu sorgen und da zu sein, so ist das zu akzeptieren und nicht zu werten."

Schreuder fordert daher Schüssel auf, sich endlich mit offenen Augen umzuschauen: "Liebes-, Lebens- und Familienkonzepte sind im 21. Jahrhundert vielfältiger denn je. Wenn Österreich aber nur eine einzige Form der Familie für unterstützenswert empfindet, geht dies völlig an den Lebensrealitäten vorbei. In zahlreichen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften gibt es Kinder. Das Hauptproblem mit dem diese Familien zu kämpfen haben sind die diskriminierenden Regelungen und die Vorurteile, wie sie etwa Schüssel hat", so Schreuder abschließend.

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