PRÖLL: BUNDESGÄRTEN SIND BEWAHRER HISTORISCHER GARTENKULTUR IN ÖSTERREICH

Broderieparterres im Belvederegarten erneuert

Wien (OTS) - Der Belvederegarten ist eine der bedeutendsten
barocken Gartenanlagen Europas in französischem Stil. Seit 1989 wird der 17,3 Hektar große Gartenbereich nach historischen Vorlagen schrittweise restauriert. "Die erneuerten Broderieparterres sind ein weiteres Schmuckstück im Belvederegarten. Die nördlichen Kompartimente des Hauptgartens mit einer Fläche von insgesamt 3.000 Quadratmetern wurden von den Bundesgärten Wien in nur zwölf Wochen revitalisiert. 110.000 Euro wurden dafür aufgewändet. Die Arbeit des Bundesdenkmalamtes ist ein wesentlicher Beitrag zur Bewahrung historischer Gartenkultur in Österreich", so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Josef Pröll anlässlich der Eröffnung der Broderieparterres im Belvederegarten heute, Montag. ****

Die Broderieparterres wurden gemäß dem so genannten Stuttgarter Plan von 1720/26 neu gestaltet. Ihre Ornamente sind mit Buchsstreifen, Rasenflächen, Flächen aus farbigen Kiesen und Ziegelsplitt sowie mit "Brillanten" aus rotem Glas ausgeführt. Die Gestaltung zeigt die ehemalige barocke Formensprache und die Farbigkeit des 18. Jahrhunderts. Für die Ornamentierung wurden 58.000 Buchspflanzen aus der Baumschule der Bundesgärten innerhalb einer Woche von nur sechs GärtnerInnen gepflanzt. Die Kiesflächen wurden mit 120 Tonnen eines speziellen gelben Kieses, dem "Giallo Siena", sowie 60 Quadratmeter rotem Ziegelsplitt ausgelegt. Der rote Glasbruch in den eigens hergestellten Schalen setzt besondere, das Tageslicht reflektierende, Akzente.

Die Grundstruktur der Parterreflächen wurde im Herbst und Winter 2004 hergestellt. Die Feinarbeiten - Herstellung der Kies- und Glasflächen, Buchspflanzungen und Rasensaat - wurden im Frühjahr 2005 in nur sieben Wochen fertig gestellt. Die beiden anschließenden mittleren Kompartimente des Hauptgartens werden von den Bundesgärten ab 2005/06 revitalisiert.

"Besonderer Dank bei der Revitaliserung im Belvederegarten gebührt Brigitte Mang, der Direktorin der Bundesgärten, und ihren MitarbeiterInnen insbesondere auch dafür, dass die Arbeiten im heurigen Frühjahr trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse zeitgerecht vor dem 15. Mai, dem Tag des Staatsvertragsjubiläums, finalisiert werden konnten. Das Know-how der Bundesgärten ist international beachtet und anerkannt. Hervorzuheben ist auch die besonders gute Zusammenarbeit mit den PlanerInnen vom Büro Auböck + Kárász sowie dem Bundesdenkmalamt", betonte Minister Josef Pröll abschließend.

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