Alpbacher Gesundheitsgespräche - 1. bis 3. September 2005

Europa - Macht und Ohnmacht: Forschung, Gesundheitssysteme, Verantwortung für die Entwicklungsländer

Alpbach (OTS) - - Verliert Europa Forschungskompetenz?

- Was sind die Stärken und Schwächen unserer Gesundheitssysteme?

Die diesjährigen Gesundheitsgespräche in Alpbach haben sich eine kühne Aufgabe gestellt. 3 Tage lang werden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik die Stärken und Schwächen unseres Kontinents im Gesundheitswesen herauszuarbeiten versuchen.

Themenblock 1: Europa und USA im Vergleich

Forschungspolitik, Forschungsförderung, Forschungsorganisation Europa scheint an Forschungskompetenz zu verlieren. Junge ambitionierte Forscher gehen in die USA, viele von ihnen bleiben, weil ihnen dort ein günstigeres Berufsumfeld geboten wird als in ihrer europäischen Heimat. Wo liegen die Unterschiede in der Forschungspolitik, in der Förderung und Organisation der Forschung? Persönlichkeiten aus der europäischen Forschung werden Antworten zu diesen Fragen diskutieren. Die meisten von ihnen haben selbst Erfahrung in amerikanischen Forschungsorganisationen, haben dort gewirkt oder gelehrt.

Unterschiedliche Forschungsschwerpunkte - Nobelpreisträger Kurt Wüthrich

Allen voran werden die Gesundheitsgespräche in Alpbach Nobelpreisträger Prof. Kurth Wüthrich begrüßen können. Dem gebürtigen Schweizer wurde 2002 der Nobelpreis für Chemie verliehen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die kernmagnetische Resonanzspektroskopie. Wüthrich wirkt zurzeit am "The Scripps Reasearch Institute in La Jolla, USA und ist dort Professor of Structural Biology. In Alpbach wird er über die unterschiedlichen Forschungsschwerpunkte in Europa und in den USA berichten.

Themenblock 2: Die Gesundheitssysteme Europas am Prüfstand

Dieser Themenblock beschäftigt sich mit Europas Gesundheitssystemen. Die neuen EU-Länder müssen vieles aufholen, wollen aber dabei nicht die Fehler machen, unter denen das "alte" Europa leidet: Steigendes Anspruchsdenken bei gleichzeitig zunehmenden Finanzproblemen. In Alpbach wird dazu unter anderem der Ungarische Gesundheitsminister Jenö Racz sprechen. Ein führender Infektologe aus Rumänien wird von den konkreten Anforderungen in seinem Lande berichten. Zusätzlich ist ein gesamteuropäischer System-Überblick geplant.

Themenblock 3: Wie weit trägt Europa Verantwortung für die Entwicklungsländer?

Einen dritten Höhepunkt wird die Diskussion darüber bringen, welche Verantwortung Europa für die gesundheitliche Versorgung der Entwicklungsländer übernehmen kann oder muss. Zugesagt haben dafür beispielsweise der ehemalige Gesundheitsminister von Nigeria, Prof. Olu Ogunyemi, Gerard Schmetz von der WHO, aber auch Redner von prominenten NGO’s: Eric Goamaere von Ärzte ohne Grenzen Südafrika, der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf, Jakob Kellenberger sowie der Präsident von ATTAC France, Jacques Nikonoff.

Nobelpreisträgerin Wangari Maathai eingeladen

Angefragt wurde auch um die Teilnahme von Wangari Maathai, Deputy Minister in the Ministry of Environment, Natural Resources and Wildlife. Wangari Maathai erhielt 2004 den Friedensnobelpreis für Ihren Einsatz zur Erhaltung der Umwelt und zur Durchsetzung der Menschenrechte. Sie ist eingeladen in Alpbach über das Miteinander von Europa und Afrika zu referieren. Ihre definitive Zusage steht bis dato aber noch aus.

Das Europäische Forum Alpbach

Das Europäische Forum Alpbach wurde 1945 unter der Bezeichnung "Internationale Hochschulwochen" von Otto Molden und Simon Moser gegründet und ist seitdem Schauplatz wichtiger wissenschaftlicher Auseinandersetzungen und vieler, die öffentliche Meinung bestimmende, kultur- und wirtschaftspolitischer Diskussionen.

Gegenwärtige wie zukünftige Entscheidungsträger und Wissenschaftler aus den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Politik, Gesellschaft und Kultur treffen sich, um anstehende Fragen eines zukünftigen Europas zu diskutieren: Das Europäische Forum Alpbach bietet den Rahmen, um über Grenzen von Nationen und wissenschaftlichen Disziplinen hinweg, mit Toleranz gegenüber anderen Standpunkten und im Geiste der Freiheit über das Europa von morgen nachzudenken.

Zu den Persönlichkeiten, die in Alpbach miteinander diskutierten, gehören u.a.: Theodor W. Adorno, Ernst B. Chain, Ernst Bloch, James Buchanan, Ralf Dahrendorf, Jacques Delors, Renato Dulbecco, Paul Feyerabend, John Eccles, Manfred Eigen, Gottfried von Einem, Indira Gandhi, Theodor Geiger, Friedrich von Hayek, Werner K. Heisenberg, Max Horkheimer, Hans Kelsen, Kardinal Franz König, Konrad Lorenz, Fritz Machlup, Herbert Marcuse, Karl Raimund Popper, Yitzak Rabin, Erwin Schrödinger, Ernst Topitsch, Fritz Wotruba.

Trägerorganisation des Europäischen Forums Alpbach ist der weltanschaulich, konfessionell und parteilich unabhängige, international wirkende Verein gleichen Namens mit dem Sitz in Wien. Im Jahr 2000 übernahm Erhard Busek die Leitung des Vereins.
Am Europäischen Forum Alpbach 2004 haben insgesamt 2700 Personen (davon knapp 400 Studenten) aus insgesamt 52 Nationen teilgenommen. Die Alpbacher Gesundheits-gespräche sind bereits seit 1995 ein fixer Bestandteil des Europäischen Forums Alpbach und werden von Baxter, Novartis, Roche, sanofi-aventis und Pharmig unterstützt.

Teilnahme an den Alpbacher Gesundheitsgesprächen:

Die Tagungsgebühr beträgt Euro 460,00. Der Tagungspreis versteht sich exklusive Unterkunft und Verpflegung.

Die ermäßigte Tagungsgebühr beträgt Euro 230,00. Ermäßigte Preise werden für Studenten bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, UniversitätsassistentInnen bis zum vollendeten 40. Lebensjahr gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises berechnet.
Ein Veranstaltungstag/Tageskarte: Euro 220,00 (ermäßigt Euro 110,00)

Anmeldung:

Registrierung über Fax: +43 (1) 718 17 01 oder Internet: www.alpbach.org/registration Das aktuelle Programm der Veranstaltung finden Sie unter http://www.alpbach.org/Deutsch/Gesundheit.htm.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Regina Mostböck
Europäisches Forum Alpbach
Tel. +43 (1) 718 17 11-19
Fax: +43 (1) 718 17 01
E-mail: regina.mostboeck@alpbach.org

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