Kunstplatz Karlsplatz: Wettbewerb Westpassage ausgeschrieben

Wien (OTS) - Der Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung der Westpassage unter dem Wiener Karlsplatz im Rahmen des "Kunstplatz Karlplatz" wurde ausgeschrieben. 10 KünstlerInnen arbeiten derzeit im Rahmen einer internationalen Ausschreibung Konzepte für eine rund 120 Meter lange Kunstpassage aus, die komplett werbefrei bleiben wird.

Im Zuge der zahlreichen Erneuerungsmaßnahmen am Kunstplatz Karlsplatz, die dessen Attraktivität als kulturellen und urbanen Knotenpunkt steigern sollen, ist im Rahmen des U2-Ausbaus die Erweiterung der sogenannten Westpassage vorgesehen. Als unterirdische Durchgangszone erstreckt sie sich derzeit von der Hauptpassage - in der Nähe des Abgangsbereichs zur U2 - bis zum Aufgang beim Akademiehof. An der direkten Erweiterung Richtung Secession wird bereits gebaut.

Ein zentrales Gestaltungsmoment zur visuellen und funktionellen Aufwertung der Passagesituation ist Licht. Davon ausgehend sollen wesentliche Bereiche der frequentierten unterirdischen Wegführung durch eine markante künstlerische Zeichensetzung kodiert werden. Ausgangspunkt für die Entwicklung eines entsprechenden künstlerischen Konzepts sind durch den Bau vorgegebene wandeben eingelassene Vitrinenelemente, die in rhythmischen Abständen zueinander angeordnet werden. Diese stehen für eine durchgängige künstlerische Gestaltung zur Verfügung.

Dafür Konzepte zu entwickeln wurden vom Beirat für "Kunst im öffentlichen Raum Wien" Angela Bulloch, Liam Gillick, Thomas Locher, Ken Lum, Dorit Margreiter, Constanze Ruhm, Martin Walde, Heimo Zobernig im Rahmen eines ausgeschriebenen Wettbewerbs eingeladen. Von den "Wiener Linien" wurde das Künstlerduo Jonathan Berkh&Cecile Nordegg nominiert.

Durchgeführt wird der Wettbewerb vom Wissenschaftszentrum Wien. Bis Ende August 2005 werden die Vorschläge ausgearbeitet. Die Juryentscheidung im Beirat für "Kunst im öffentlichen Raum Wien" erfolgt im September 2005 Sobald die Siegerposition feststeht wird mit der Umsetzung begonnen. Die Eröffnung der neugestalteten Karlsplatz Westpassage ist für Juni 2006 geplant.

Die "Wiener Linien", die 2004, den von der IG-Galerien gestifteten Preis "Kunstmediator 2004" erhielten, sehen diese großzügige gestalterische Geste an einem zentralen Ort als weitere Maßnahme zur Aufwertung Wiens als Kunststadt. Dazu Johann Hödl als Verantwortlicher der "Wiener Linien" für Kunstprojekte im U-Bahnbereich:

"Die Wiener Linien bringen mit der U-Bahn nicht nur Publikum zur Kunst, sondern auch die Kunst zum Publikum. Kunst kann überall auch an Orten, wo man nicht damit rechnet, stattfinden, man muss ihr nur bewusst und gezielt Raum geben; so wie jetzt in der Westpassage am Karlplatz. Die U-Bahn Anlagen sind Teil des urbanen Lebensraumes. Ihre Bedeutung reicht aber weit über die reine Funktionalität hinaus. Sie sind geradezu prädestiniert dafür ein Schauplatz zu sein, an dem sich zeitgemäße durchaus auch kontroversielle Formen der Kunst einem größerem Publikum präsentieren. Die Wiener Linien freuen sich daher besonders, dass am Karlsplatz - der ersten U-Bahn Station Wiens - ein weiterer Schritt in diese so wichtige Richtung gesetzt wird."

Der Projektkurator für "Kunst im öffentlichen Raum Wien", Roland Schöny, weist besonders auf das sehr konstruktive Gesprächsklima und die produktive Debatte hin, die im Zuge der Wettbewerbsentwicklung mit den Wiener Linien geführt werden konnte. "Wesentlich ist, transparente Entscheidungsprozesse für derart signifikante Kunstprojekte im Stadtraum herbeizuführen. Auf Grund der sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen, ist noch offen, in welche Richtung die Entscheidung gehen wird, was noch einiges an Spannung verspricht."

Geplant ist, die Konzeptvorschläge im kommenden Herbst im Rahmen einer Ausstellung öffentlich zu präsentieren.

o Kunst im öffentlichen Raum Wien
http://www.publicartvienna.at/

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