AKNÖ-Kritik: Bestellungen bei "Florida Keys" ziehen sich über Monate

Oft wird nicht einmal das geliefert, was auch bestellt wurde

Wien (AKNÖ) - Wer bei den Losen der "Rubbellos Marketing Limited" gleiche Symbole errubbelt, danach um teure Telefonkosten seinen Gewinncode erfährt, diesen wieder einschickt und dann seinen Gewinngutschein erhält, kann meist im Versandhaus "Florida Keys" Waren bestellen. Doch dies ist ein langwieriges Unterfangen, denn geliefert wird offenbar in vielen Fällen entweder falsch oder gar nicht. Die AKNÖ, die einen Gewinnanforderungs-Versuch gestartet hat, kritisiert die nachlässige Vorgehensweise von "Rubbellos Marketing" und "Florida Keys".

Frau F. aus dem Bezirk Melk hatte drei gleiche Symbole errubbelt. In einem 7-minütigen Telefonat, dessen Kosten sich auf 15 Euro belaufen, hat sie ihren Gewinncode erfahren, diesen eingeschickt und dafür einen Gewandgutschein im Wert von 100 Euro, einlösbar im Versandhandel "Florida Keys", erhalten. Sie hatte sich zur Bestellung von Jeans und einer Bluse entschlossen. Wochen später bekam sie die Benachrichtigung, dass es mit der Lieferung "noch etwas dauern" würde.

Aus Jeans wird ein "Kellnergilet" Als die Ware dann endlich eintraf, traute Frau F. ihren Augen nicht: Aus der Jeans und der weißen Bluse waren ein "Kellnergilet" und eine beige Bluse geworden. Die Konsumentin sandte die falschen Artikel samt Begleitbrief zurück, hatte also noch zusätzliche Ausgaben durch die Postgebühren. Doch die Firma hat, wie sich später herausstellte, die Rücksendung nicht einmal angenommen.

Kein "Traum in Rosa" Um zu überprüfen, ob Frau F.s "Bestell-Odyssee" ein Einzelfall ist, hat die AKNÖ die Probe aufs Exempel gemacht: Eine Mitarbeiterin bestellte Anfang April bei "Florida Keys" ein Sommerkleid, einen wahren "Traum in Rosa". Um sich die Versandspesen von 9,80 Euro zu ersparen, kreuzte sie an, dass sie die Ware in Wiener Neudorf selbst abholen wolle. Die Verständigung, dass ihre Bestellung eingelangt sei, traf entgegen der Angaben von "Florida Keys" nicht ein. Und zwar zwei ganze Monate lang nicht. Anfang Juni kam dann die Verständigung, dass man sich noch ein wenig gedulden müsse. Seither hat auch die AKNÖ-Mitarbeiterin von "Florida Keys" nichts mehr gehört. Dr. Eva Schreiber von der Konsumentenberatung der NÖ Arbeiterkammer: "Das liegt vermutlich daran, dass ,Florida Keys’ die im Katalog angebotenen Waren gar nicht lagernd hat."

Leere Versprechen Einige Kunden, denen am Tonband ein 150 Euro-Gutschein versprochen wurde, bekamen dann einen Gutschein im Wert von nur 100 Euro zugesandt. In einem solchen Fall versprach die Firma nach der Intervention der AKNÖ, der Kundin einen zweiten Gutschein im Wert von 100 Euro zuzusenden. Aber auch dieser Gutschein ist bei der Konsumentin nie eingetroffen. Die AKNÖ fordert von der "Rubbellos Marketing Limited" sowie vom Versandhaus "Florida Keys", dass Gutscheine in der tatsächlich versprochenen Höhe zugesandt werden. Und Bestellungen sollen prompt und tatsächlich geliefert werden -"und zwar wirklich jene Waren, die die Konsumenten auch bestellen", so Eva Schreiber.

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