Vladyka: 30 % mehr Armut in Niederösterreich

Aktive Arbeitsmarktpolitik ist Grundlage der Stärkung des Sozialstaates

St. Pölten, (SPI) - "Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung zu erkennen und um sie auch abdecken zu können! Waren es noch im Jahr 2000 in Österreich rund 880.000 Menschen, die von Armut betroffen oder armutsgefährdet waren, so sind es laut dem letzten Bericht bereits 1.044.000 Menschen, das sind immerhin 13,3 Prozent der Bevölkerung! 460.000 Menschen leben in akuter Armut - im Jahr 2000 waren es noch 290.000", beschreibt die Sozialsprecherin der SPNÖ, LAbg. Christa Vladyka, anlässlich der vergangenen Budgetdebatte im niederösterreichischen Landtag die soziale Situation. "Auch in Niederösterreich ist der Anstieg der Armut mit einer Steigerung von bis zu 30% laut Sozialbericht deutlich spürbar - erschreckende Fakten, dies auch deshalb, weil damit besondere Schicksale verbunden sind! Viele können es sich nicht mehr leisten Fleisch oder Fisch zu essen, die Wohnung angemessen warm zu halten oder neue Kleider zu kaufen, von Dingen wie Handy, Computer oder Urlaub gar nicht zu reden", so Vladyka weiter.****

Von Armut hauptsächlich betroffen sind nach wie vor Frauen. Jede 7. Frau muss mit weniger als 785 Euro im Monat auskommen, ein Drittel aller Alleinerzieherinnen und 16 % der Seniorinnen sind überdurchschnittlich von Armut betroffen. "In dieser Situation ist der Sozialstaat besonders gefordert. Es geht um Mindestsicherung und Verteilungsgerechtigkeit, aber auch um Aus- und Weiterbildung! In Niederösterreich ist man vor allem durch die Initiativen von Soziallandesrätin Christa Kranzl bemüht, einen großen Teil dieses Mankos abzufangen. Die Hilfe reicht von einmaligen Zuwendungen über Dauerbeihilfen bis hin zu Einrichtungen wie Essen auf Rädern, das Notruftelefon oder den Heizkostenzuschuss", so Vladyka weiter. "Die Belastungspakete, die Teuerungsraten und vor allem der Anstieg der Arbeitslosigkeit führen zu einer Schwächung des Sozialstaates - das heißt aber auch umgekehrt, dass eine aktive Arbeitsmarktpolitik die Grundlage einer Stärkung des Sozialstaates ist", so Vladyka abschließend.
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