Gusenbauer: "Überbordende Subventionen der agrarischen Großindustrie sind absurd"

EU braucht einen Kurswechsel

Wien(SK) "Es ist offensichtlich, dass die EU einen Kurswechsel braucht", betonte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer in einem Interview der ORF-Sendung "Hohes Haus" am Sonntag. Einmal mehr kritisierte Gusenbauer die überbordenden Subventionen der agrarischen Großindustrie: "40 Prozent für die agrarische Großindustrie sind absurd". Stattdessen forderte Gusenbauer erneut mehr Geld für Forschung, Bildung, Entwicklung und die Erhaltung des ländlichen Raumes. "Diejenigen, die glauben, man kann so weitermachen wie bisher, sind die wahren Totengräber der europäischen Idee", so Gusenbauer.****

Gusenbauer kritisierte, dass mit dem Agrarbudget Massentierhaltung, Tiertransporte und Pestizide gefördert und die Landwirtschaft in der Dritten Welt zugrunde gerichtet werde. Den Populismusvorwurf an seiner EU-Linie wies Gusenbauer scharf zurück, sie sei ein Ausdruck der "Hilflosen". "Politik hat die Sorgen und Ängste der Bevölkerung ernst zu nehmen und daraus politische Antworten zu formulieren", so Gusenbauers Überzeugung. (Schluss) sk

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