Gusenbauer zu Schüssel: Eurofighter-Vertrag noch vor den Wahlen offen legen

SPÖ fordert Prüfung der Ausstiegsmöglichkeit

Wien (SK) "Der Bundeskanzler soll endlich die Eurofighter-Verträge vorlegen, damit wir endlich wissen, unter welchen Bedingungen wir aussteigen können", forderte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Sonntag in einem Interview der ORF-Sendung "Hohes Haus". Der Eurofighter-Vertrag müsse noch vor den Wahlen "auf den Tisch", so Gusenbauer, der die Eurofighter als "größtes Milliardengrab in der österreichischen Budgetgeschichte" bezeichnete. Sowohl der Chef von EADS als auch der Rechnungshof haben darauf hingewiesen, dass ein Ausstieg möglich und eine Frage von Verhandlungen sei, sagte Gusenbauer.****

Die Eurofighter würden in 20 Jahren mehr als sechs Milliarden Euro verschlingen, Geld, das in anderen Bereichen notwenig gebraucht werde, kritisierte Gusenbauer. Sollte sich herausstellen, dass ein Ausstieg möglich und ökonomisch vertretbar sei, werde der Ausstieg unter SPÖ-Verantwortung stattfinden.

"Der österreichische Luftraum und die österreichische Neutralität werden durch unsere Friedenspolitik und die europäische Zusammenarbeit vielfach mehr geschützt als durch die sinnlosen Eurofighter", zeigte sich Gusenbauer überzeugt. (Schluss) sk

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