Junge sind große Verlierer am Arbeitsmarkt - Lehrstellengipfel noch vor Schulschluss!

LH-Stv. Erich Haider: Nur Bildung sichert Chancen

Linz (OTS) - Junge Menschen unter 25 und Ältere über 50 Jahre sind die großen VerliererInnen am heimischen Arbeitsmarkt. Bei den bis 24-jährigen ist die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich im Mai 2005 gegenüber dem Mai des Vorjahres um 11,5% gestiegen, bei den über 50-jährigen um 10,9%. Den 531 Lehrstellensuchenden standen nur 411 offene Lehrstellen gegenüber. LH-Stv. Erich Haider fordert daher einen Lehrstellengipfel mit zwischen Landesregierung, Sozialpartnern und der Wirtschaft noch vor Schulschluss.
Auffällig ist auch, dass 48,6% der im Mai registrierten Arbeitssuchenden unseres Bundeslandes keinen bzw. nur einen Pflichtschulabschluss haben. "Es zeigt sich einmal mehr, dass gute Bildung der beste Start in eine chancenreiche Zukunft ist", betont LH-Stv. Erich Haider und erneuert seine Forderung nach bester Qualität im Bildungsbereich - einer jener Bereiche, für den bei der Strategieklausur des SPÖ-Landtagsklubs diese Woche eine Zukunftsstrategie ausgearbeitet wurde.

Angesichts der rigorosen Streichungspolitik der Bundesregierung läuten bei der SPÖ schon seit langem die Alarmglocken. "Wenn Österreich im PISA-Bildungsranking lediglich im unteren Mittelfeld zu finden ist und die Jugendarbeitslosigkeit gegen 25% geht, sollten endlich wirksame Gegenstrategien auf den Tisch gelegt werden. Es ist bedauerlich, dass die ÖVP angesichts ständig steigender Arbeitslosenzahlen reflexartig immer nur auf die relativ gute Lage Oberösterreichs im Bundesländervergleich verweist", bedauert Haider. "Die ÖVP liefert auf die Herausforderungen der Zukunft nur Reförmchen, die zur Beschwichtigung dienen, über grundlegende Reformen traut sie sich nicht drüber. Wir glauben, dass in Zeiten sinkender Schülerzahlen die frei werdenden Lehrerdienstposten für die Verbesserung der Qualität genützt werden und die Klassenschülerhöchstzahlen gesenkt werden müssen.

Es ist deprimierend für junge Menschen, wenn sie in die Schule gehen und fürchten müssen, nachher keinen Job zu finden, wenn sie keine Perspektiven für ihre berufliche Zukunft haben und in ein emotionales Loch fallen. "Aufgabe der Politik ist es, den jungen Menschen das Rüstzeug für eine aussichtsreiche Zukunft zu geben und dafür werden wir auch kämpfen", betonte Erich Haider abschließend.

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