"trend": Draken in die USA?

Eine US-Firma hat Interesse, österreichische Draken zu kaufen.

Wien (OTS) - Die US-Firma Tempest möchte etliche Exemplare der österreichischen Draken-Abfangjäger-Flotte kaufen - und zwar in flugfähigem Zustand, berichtet das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Dienstag erscheinenden Ausgabe. Tempest steht bereits im Besitz von einigen fliegenden "Draken" und möchte seine Flotte mit österreichischen Fliegern ergänzen, um ihn als Düsentrainer für private Zwecke einzusetzen.
Bisher war man davon ausgegangen, dass die Draken mit Ende des Jahres zur Gänze verschrottet werden müssen bzw. in diversen Museen abgestellt werden. Nach Auskunft des Oberkommandierenden der österreichischen Luftstreitkräfte, Generalmajor Erich Wolf, werde mit Tempest ein "intensiverer Schriftwechsel" geführt. Dem Vernehmen nach ist man im Verteidigungsministerium bereits damit beschäftigt, einen möglichen Verkaufspreis zu errechnen und die rechtlichen Möglichkeiten abzuklopfen - die USA ist immerhin eine "Krieg führende Nation" und der Draken bleibt auch nach Ausbau der Bordkanone, ein "militärisches Fluggerät".
Abgesehen von dieser Variante gibt es, laut Auskunft eines Ministerium-Sprechers, derzeit rund fünfzig Interessenten für die altersschwachen Abfangjäger. Neben Museen ist auch die voestalpine an den Draken interessiert und würde sogar "etwas mehr als den Schrottpreis" dafür zahlen, weil für den Stahlproduzenten bestimmte Metalllegierungen von Interesse sein könnten.

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