AKNÖ-Staudinger: Zuckerindustrie braucht Hilfe für Umstrukturierung

AKNÖ-Vizepräsident Roland Sperk kritisiert zu rasche Preissenkung

Wien (AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Josef Staudinger und Vizepräsident Roland Sperk drückten heute ihre Unterstützung der Demonstration der Zuckerarbeiter und Zuckerrübenbauern in Wien aus.
"Am Zucker hängen 1000 Arbeitsplätze in Niederösterreich, es muss einen sanften Übergang in neue Produkte geben, wenn die Produktion wegen der Preissenkung zurückgenommen werden müsste", forderten Staudinger und Sperk.

Die Niederösterreichische Arbeiterkammer kritisiert die viel zu schnelle Preissenkung um 42 Prozent innerhalb von nur 3 Jahren. In Brasilien, dem Land, das von der Senkung der EU-Zuckerpreise am meisten profitieren wird, kann das Zuckerrohr zweimal im Jahr geerntet werden. Außerdem "weiß jeder, dass die brasilianischen Landarbeiter nur am Existenzminimum entlohnt werden und auch Kinderarbeit in Brasilien keine Seltenheit ist", so AKNÖ-Präsident Staudinger.
Für den Nordosten Niederösterreichs, in dem zwei von drei österreichischen Zuckerfabriken stehen, bedeutet eine Rücknahme der Produktion "eine dramatische Verschlechterung der ohnedies dramatischen Arbeitsplatzsituation", so Roland Sperk, der niederösterreichische Vorsitzende der Gewerkschaft GMT, die mit Agrar-Nahrung-Genuss vor der Fusion steht.
Obwohl die Rübenkampagne 2005 noch gesichert ist, muss sich der Agrana-Konzern mehr in der Umstrukturierung der betroffenen Standorte engagieren, fordert die AKNÖ. Der Zucker- und Stärke-Konzern hat jahrzehntelang gut von den hohen Zuckerpreisen gelebt, die die österreichischen Konsumenten auch zugunsten der Rübenbauern bezahlt haben. "Jetzt müssen konkrete Vorschläge auf den Tisch, was für die Standortsicherung oder zur Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen im Nordosten Niederösterreichs getan wird", fordert Präsident Josef Staudinger.

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1247
peter.sonnberger@aknoe.at
http://noe.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN0002